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Bug

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1

Montag, 10. August 2015, 13:39

Geschuppter Drache -Projekt-

Hallo

Wie ihr vielleicht wisst,habe Ich schonmal einen geschuppten Drachen erfunden.
Allerdings gefällt mir dieser nicht so gut,deshalb möchte ich einen neuen,noch detaillierteren Drachen erfinden und meine Testfaltungen, Ergebnisse und Techniken mit euch teilen.
Ich habe schon angefangen ein CP zu planen,allerdings ist es noch nicht fertig.
Die Aufteilung wo was hingehört habe ich schon fertig.
index.php?page=Attachment&attachmentID=842
Wie bei Ryujin von Satoshi Kamiya habe ich an mehreren Kanten vom Papier Schuppen eingebaut ( Sogar an 3 Kanten )
Das Modell basiert auf einem 80x80 grid.
Bis jetzt habe ich nur eine Testfaltung vom unteren Viertel gemacht.
Packpapier 35x140 cm 20x80 grid Das Papier war sogar ein bisschen zu dick...
index.php?page=Attachment&attachmentID=843
Für den ganzen Drachen brauche ich dann ein Papier 140x140 cm
Falls jemand noch Fragen oder Anregungen hat, bitte schreibt !

Bodo

Bug

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2

Montag, 10. August 2015, 16:20

Hallo

Ich habe gerade einen Kopf für meinen Drachen erfunden.
Allerdings weiß ich nicht,ob (oder wie ) ich den Kopf mit den Halsschuppen verbinden kann.
Packpapier 42x21 cm 24x12 grid
index.php?page=Attachment&attachmentID=844
und das CP:index.php?page=Attachment&attachmentID=845

Bodo

3

Montag, 10. August 2015, 23:11

Die Aufteilung wo was hingehört habe ich schon fertig.

Das KANN sicherlich so funktionieren - geradewegs alle benögtigten Teile un den Rand herum verteilen - aber machst du es dir da nicht etwas arg und vor allem unnötig schwierig? warum z.B. auf eine (oder sogar mehrere) Symmetrieachsen verzichten? Die Schuppen sehen nun nicht unbedingt SO biestig aus (im Sinne von schwer zu bändigen/falten, nicht im sinne von ungeheurig - ungeheurig sehen sie auf jeden Fall aus! ;) ), als dass man sie nur am Blattrand falten könnte.

Ich bitte also um eine kurze Erläuterung, weshalb du diese hochgradig asymmetrische Einteilung gewählt hast... 8|

Bug

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4

Dienstag, 11. August 2015, 09:23

Naja,mein alter Drache hatte eine Diagonale Symmetrie und die Schuppen an den Kanten.Leider war das ziemlich schwer zu falten,und es hatte ganz viel überflüssiges Papier.Schuppen an den Kanten des Papiers sind tatsächlich leichter zu falten wie Schuppen in der Mitte.Vor dem Drachen jetzt habe ich mir noch andere Aufteilungen
überlegt,aber das Problem sind auch die Proportionen.z.B kann man bei einer Buch-Symmetrie nur schwer Platz zwischen Vorder und Hinterbeinen bekommen.
index.php?page=Attachment&attachmentID=847 ( Nur eine alte Idee für ein CP)
Ausserdem werden die Beine zu lang und die Flügel zu kurz.
Der Vorteil bei einer asymetrischen Aufteilung ist,dass ich die Proportionen tatsächlich gut einteilen kann.

Bodo

5

Donnerstag, 13. August 2015, 22:17

Ok, kann ich zumindest nachvollziehen.

(Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass mir eine symmetrische Aufteilung persönlich einfach besser gefällt, weil es so wenigstens noch etwas in der Tradition des klassischen Origami verortet ist: Stark asysmmetrische Formen haben, gerade beim Box-Pleating, für mich leider immer den Anschein, dass es sich nicht mehr um Origami, sondern um "Papierkneten" bzw. "mit-Knicken-und-Falten-übersähtes-Papier-in-Form-quetschen" handelt - aber das ist wie gesagt nur meine ureigene Meinung. Ab einer gewissen Komplexität kann man allein aus materialtechnischen Gründen aufs Zurechtkneten und anschließende Fixieren mit MC halt einfach nicht mehr verzichten.)

Sitchwort "Beine zu lang, Flügel zu kurz" bei diagonalsymmetrischer Aufteilung: Wo genau lagen dort die Schwierigkeiten? Ich frage deshalb, weil ich bis jetzt damit immer für mich recht brauchbare Ergebnisse erzielt habe.

Was außerdem auffällt: Beim verworfenen Entwurf bleibt geschätzt ein Drittel des Papiers ungenutzt bzw. muss irgendwo untergebracht werden, beim aktuellen ist es gut die Hälfte. Das scheint zunächst mal ein RÜckschritt bzgl. der Effizienz?

Bug

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6

Freitag, 14. August 2015, 13:01

Hallo

Wenn man Schuppen faltet wird das Papier um die Hälfte kleiner.Wenn man sich dann vorstellt dass die Beine und die Flügel lang bleiben, stimmen die Proportionen überhaupt nicht.Ich habe mir schon überlegt an die Beine auch Schuppen zu falten,aber das wäre dann sehr kompliziert zum Falten.Natürlich ist eine symmetrische Aufteilung schöner und besser zum Falten,aber es ist noch schwieriger die Proportionen richtig hinzukriegen. bei Drachen ohne Schuppen funktioniert die Aufteilung auch nur weil der Körper nicht geschrumpft wird.
Kleister und Draht muss ich sowieso nutzen weil das Modell sonst gar nicht hält.
zur Effizienz: in der Zeichnungen fehlen viele Linien die für das Modell aber auch wichtig sind.bei dem Modell davor war das Papier zwar besser benutzt ,aber bei dem neuen Modell kann ich mehr Schuppen einbauen.

Bodo

Bug

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7

Samstag, 15. August 2015, 21:00

Hallo

Nur ein kleines Update :
Ich habe ein tolles Papier gefunden,mit dem ich wahrscheinlich den Drachen falten werde.
es heißt Wenzhou und ist ein chinesisches Kalligraphiepapier.
Die Rolle ist 97cm x 10 Meter und hat ein Gewicht von 30 gsm.Leider hält es die Form nicht gut...
Für ein Papier 140 x 140 cm muss ich trotzdem 2 Papiere aneinanderkleben.Weiß jemand von euch wie ich das am besten machen könnte ?

Bleibt dran

Bodo

8

Samstag, 15. August 2015, 23:05

Erst einmal danke für diese interessanten Ausführungen! Obwohl ich selber nicht so komplex falte, ist euer Austausch für mich sehr interessant und gibt mir einen Einblick und einen Hauch Verständnis :-)

Zu deiner Frage, Bodo: genau dein Problem habe ich noch nie gelöst und schon gar nicht in dieser Grösse. Vielleicht bekommst du aber mit meinen Erfahrungen eine Anregung zum Ausprobieren:
Ich habe mal aus Bibelseiten ein Objekt gefaltet. Dazu habe ich das Bibeldruckpapier auf Seidenpapier kaschiert. Weil man das Papier aneinander schieben kann und so keine Überlappungen braucht, lässt sich so eine (fast) beliebig grosse Fläche ohne Verdickungen zusammenkleben.
Du willst ja eigentlich kein Dubletissue, aber gerade weil dieses leichte Papier so voluminös ist, wird es nicht wirklich dicker, wenn es kaschiert und gepresst ist. (Pressen lässt es sich am besten in bügelfeuchtem Zustand mit einer Walze)

Willst du es einlagig versuchen, dann mach einen 'Watercut', so dass die Fasern nur getrennt und nicht geschnitten werden: Entweder mit Pinsel und Lineal eine Wasserlinie ziehen oder das Papier so falten und rollen, dass du die Schnittkante zwei Milimeter ins Wasser stellen kannst. Dann lässt es sich reissen, ohne dass die Fasern verletzt werden.
Beide Klebekanten so vorbereiten.
Dann legst du die beiden Teile so auf den Tisch, wie du sie kleben willst, ein paar wenige Millimeter überlappend. Beschwere sie etwas entfernt von der Klebekante. Dann klappst du den einen Teil zurück und schiebst eine Unterlage aus Silikonpapier oder auch einfach Backpapier darunter. Nun die Klebekante mit einem Pinsel schmal mit Methylankleister bestreichen. Wenn du den anderen Teil wieder in die Ausgangslage klappst, kannnst du jetzt vorsichtig die Leimkante anpressen. Dann lässt du es etwas antrocknen und reibst dann nochmal mit einer Walze oder vorsichtig mit einem Falzbein an. Die Walze hat den Vorteil, dass sich das Papier nicht verzieht.

Da Wenzhou wahrschenlich nicht geleimt ist, wird sich die Klebekante ganz anders anfühlen als der Rest. Weil das Papier so voluminös ist und die Kanten zuvor gerissen, wird sie sich jedoch nach dem Kleben in der Dicke kaum vom restlichen Papier unterscheiden.
Vielleicht lohnt es sich sogar, das ganze Papier mit verdünntem Kleister einzustreichen. Im Kleinformat habe ich das schon gemacht mit diesem Material und finde, dass es sich dann besser falten lässt.

Mit 10 Metern hast du ja auch noch etwas Reserve zum Pröbeln [size=10] [/size]:)[size=10] [/size]
[size=10]
[/size]
[size=10]Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen![/size]
[size=10]Christiane [/size]

Bug

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9

Sonntag, 16. August 2015, 13:28

Hallo

@Christiane: Danke für die Tipps. Ich habe es gleich ausprobiert.
zuerst habe ich das Papier gefaltet,dann die Kante mit Wasser befeuchtet und dann entlang der Kante gerissen. Dann hat man die Fasern an der Kante gut gesehen.

Dann habe ich Backpapier unter das Wenzhou gelegt,so dass die einzelnen Seiten sich ein paar Millimeter überlappen,alles mit tesa fixiert und mit Kleister vorsichtig darüber gestrichen.
index.php?page=Attachment&attachmentID=850
Dann habe ich ein Backpapier draufgelegt und mit einer Walze festgestrichen.
index.php?page=Attachment&attachmentID=851
index.php?page=Attachment&attachmentID=852

Bodo

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10

Sonntag, 16. August 2015, 16:07

Das ist wirklich interessant alles!!!

11

Montag, 17. August 2015, 08:47

Das sieht richtig gut aus, Bodo!
Ich schmiere immer die eine Kante an und lege die andere dann drauf. Dein Vorgehen ist aber wohl praktischer und funktioniert bei diesem voluminösen, weichen Material genau so gut.
Ich bin gespannt darauf, wie sich die Leimkante beim Falten verhält.

Christiane

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12

Montag, 17. August 2015, 09:35

Hallo Christiane

Das Papier ist jetzt trocken,und ich kann folgendes sagen:
Das Papier wellt sich zum Glück nicht.
Man merkt wirklich keinen Unterschied in der Dicke.
Und beim Falten spürt man nur dann was,wenn man richtig drauf achtet.

Nochmal Danke für die Idee,es klappt Super.

Bodo

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13

Freitag, 21. August 2015, 14:07

Hallo

Erstmal zu dem großen Papier: es war ein ziemlich großes Chaos.
Das Auseinanderreissen war schwierig und am Ende hat alles etwa 1 cm überlappt.
Das nächste Problem war, dass das Papier sich gewellt hat. Dann habe ich das Papier vorsichtig gebügelt, aber das hat nicht geholfen.
Als ich dann das Papier zwei mal in der Hälfte gefaltet habe, haben die Lagen sich viel zu viel verschoben. Zugeschnitten habe ich das Papier dann nicht mehr, weil es sonst total schief wäre.
index.php?page=Attachment&attachmentID=853
Dann habe ich mir den Kopf zerbrochen wie ich es sonst machen kann.
Meine Idee ist jetzt insgesamt 3 Teile zu benutzen, die zusammen ein Quadrat sind.
Allerdings musste ich das Papier so aufteilen, dass ich immer ein gut faltbares grid habe. Also hat der untere Teil ein Grid von 24x80 und die beiden oberen Teile ein Grid von 56x40.

index.php?page=Attachment&attachmentID=854

Die beiden oberen Teile muss ich mit Tesa zusammenkleben,den unteren Teil kann ich jetzt schon falten und dann später an die oberen Teile kleben.
Das untere Teil habe ich schon vorgefaltet und bin gerade dabei es zusammenzufalten.
index.php?page=Attachment&attachmentID=855
index.php?page=Attachment&attachmentID=856
Bis ich den Drachen fertig habe braucht es noch eine ganze Weile. Vielleicht färbe ich den Drachen am Ende noch grün.Insgesamt ist da recht viel "gebastelt".

Bodo

14

Freitag, 21. August 2015, 14:47

Hallo Bug
Versuchs noch damit, die Klebekante zu beschweren, bis sie trocken ist. -> Auf die geklebte, bügeltrockene Linie wiederum einen Streifen Backpapier, dann die ganze Länge nahtlos beschweren mit Büchern o.Ä. Vorsichtshalber noch Plasik dazwischen, um die Bücher nicht zu beschädigen. Eine trockene, gewellte Klebestelle kannst du auch wieder leicht anfeuchten und dann satt beschweren. Ev. zwischendurch mal kontrollieren und bei Bedarf verklebtes Backpapier lösen.
Das Trocknen dauert zwar so recht lange, der Aufwand könnte sich aber lohnen.
Christiane

Nachtrag:
Auch wenn das Papier keine offensichtliche Laufrichtung hat, würde ich darauf achten, dass jeder Teil in der gleichen Richtung läuft, egal wieviele Teile du zusammenklebst.

Bug

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15

Sonntag, 3. Januar 2016, 12:58

Hallo

Weil es mit dem alten Drachen alles so kompliziert wurde ( Das Papier , Vorfalten, planen....) habe ich jetzt einen neuen Ansatz: alles möglichst klein machen,sodass der Drache auf ein 40x40 grid passt. Ein 80x80 grid ist viel zu groß.
Die Vorteile bei einem kleineren grid:
-man muss deutlich weniger vorfalten
-es ist leichter zum falten
-man kann kleineres Papier benutzen ( das ist echt praktisch ! )
Nachteile:
-nicht so viele Schuppen

--> je kleiner das grid,desto besser
am schwierigsten sind die Verbindungen zwischen den einzelnen Körperteilen ( Transition units ),da hängts bei mir noch.
Hier sind 2 Beine,basierend auf einem 16x16 grid.

index.php?page=Attachment&attachmentID=1014


Bodo

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16

Montag, 4. Januar 2016, 17:02

Es ist SEHR interessant, diese ganze Sequenz hier zu verfolgen. Man versteht einiges, auch wenn man es selbst wohl nicht mehr macht. Vielen Dank fuer diesen Einblick, Bodo! See you later!

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