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31

Sonntag, 15. Juni 2014, 13:45

Oh weh...

Ich wollte mit der Diskussion wirklich niemandem die Freude am Falten nehmen!

@Nix:
Jeder faltet so, wie er/sie es für richtig hält. Wenn du Freude an dekorativen oder funktionalen Modellen hast, ist das wunderbar und bestimmt keine Ketzerei!

Was ich allerdings erreichen will, ist, die undifferenzierte Wahrnehmung von Falten in der Öffentlichkeit zu verbessern: Zumindest meiner Erfahrung nach wird Falten aktuell - völlig unabhängig von der dahinterstehenden Intention - noch etwas mitleidig belächelt. Es fehlt bisher an ernsthaften Präsentationen, die zeigen, dass es eben auch "ordentlich" geht.

Genauso, wie z.B. Öl- oder Acrylmalerei als anerkannt professionelle Kunstform ihr "(früh)kindliches" Äquivalent in Fingermalfarbe finden, sollte es auch eine Form von Falten geben, die (weit) über das allgemein bekannte "Sternchen/Blümchen/Vögelchen basteln" ( :cursing: ;) ) hinausgeht und vor allem in entsprechendem Maße allgemein als solche (an)erkannt wird.

(Ich bin übrigens NICHT der Meinung, dass Origami "überhaupt nicht mehr" als Kinderbeschäftigung gesehen werden sollte: Aus Gesprächen mit Erzieher/inne/n und Lehrer/inne/n weiß ich, dass Falten eine sehr gute Möglichkeit bietet, gleichzeitig Kreativität, räumliches Vorstellungsvermögen, Hand-Augen-Koordination, etc. zu trainieren. Dies einschränken zu wollen wäre sicherlich keine sinnvolle Idee.)

@Eme:
Eine treffende Zusammenfassung: Jeder sollte den Zugang zum Falten wählen dürfen, die ihm/ihr am besten zusagt - trotzdem kann die eine oder andere Diskussion darüber nicht schaden... ;)

akugami

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32

Montag, 16. Juni 2014, 20:11

ich finde, diese diskussion sollte durchaus weitergeführt werden. die erfahrung, daß origami weitaus häufiger als bastelei denn als kunst oder kunsthandwerk wahrgenommen wird, mache ich leider auch immer wieder. dies liegt nach meiner ansicht nicht zuletzt darin begründet, daß gegenwärtig in der öffentlichkeit allenfalls bastelkurse und papierfaltramsch auf diversen märkten unter der "überschrift" origami auftauchen. mir schwillt der hals, wenn ich alle jahre wieder im advent auf den inzwischen allseits bekannten bascetta-stern stoße, der hier vielleicht 8,00 euro pro stück kostet, da schon 5,00 und dort gar nur 3,00. die größe ist dabei ganz egal - wer ihn selbst schon einmal gefaltet hat, weiß, daß jeder dieser preise ein böser selbstbetrug ist, ganz zu schweigen von der autorenrechtsverletzung gegenüber dem autor des modells ...
beim verkauf von modellen, die ein anderer entworfen hat, sind wir ganz schnell auch wieder bei der ethik-diskussion, was da geht und was nicht - eine diskussion, die nach einer vergleichsweise heißen phase im verband leider wieder abgeflacht ist, ohne daß man sich auf einen sinnvollen und gangbaren weg hat einigen können. ich bin zwar kein mitglied mehr, meine aber, daß das vereinsstatut eines papierfaltverbandes die möglichkeit offenhalten sollte, personen, denen eine wiederholte vorsätzliche urheberrechtsverletzung nachzuweisen ist, vom verband und dessen veranstaltungen auszuschließen. ein gelegentliches zeigefingerwackeln und ein "das machst bu bitte, bitte nicht noch einmal" hilft da kaum weiter ...

Eme

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33

Montag, 16. Juni 2014, 20:32

Diskutieren ist für mich in Ordnung. Ich habe mich nur gegen das Ausufern ausgesprochen.
Elke

ercebe

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34

Montag, 16. Juni 2014, 23:04

[font='Comic Sans MS, sans-serif']Ok, Eme, wenn du jetzt noch sagst, ab wann eine Diskussion ausufert, kommen wir ins Geschäft.[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']
[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']Das Problem des Ansehens von Origami beim "breiten" Publikum ist doch leicht zu lösen. Sei es durch eine Galerie - hier habe ich meine Zweifel, ob die gesuchte Öffentlichkeit auch erreicht wird - sei es durch Veranstaltungen. Letzten Sonnabend hatte ich z. B. einen Falteinsatz bei der Deutsch-Japanischen Gesellschaft. Ich stellte etwa 20 Objekte aus, alles Haustiere, also Paar- und Unpaarhufer (Herfordstier, Schaf, Schwein, Esel), Hunde (Montrollhunde), Katzen, Seidenraupen, Spatzen (Ehrenhaustiere), also recht viel von Komatsu und Díaz. Nun kann man sagen, dass die Leute dort japanisch vorbelastet waren, trotzdem staunte das Publikum nicht schlecht über die Objekte. Ich gewähre auch immer einen Blick hinter die Kulissen, indem ich auf die Kompliziertheit der Faltungen hinweise. Das Kriechen der Fuseraupe löste jedesmal Begeisterung aus, selbst der einfache Hüpffrosch hat seine Wirkung.[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']
[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']Das Motto ist daher: "Falte und rede drüber!"[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']
[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']Es war schon seltsam, als Europäer Japanern Faltfiguren zu zeigen. Mit einer jungen Japanerin faltete ich die Herzschachtel von Akiko Yamanashi. Schön, wenn man nicht erklären muss, wie man Papier drittelt…[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']
[/font]
[font='Comic Sans MS, sans-serif']rcB[/font]

Eme

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35

Dienstag, 17. Juni 2014, 15:56

Ja, Origami hat ja einen Erlebniswert. Und wie man den anderen nahebringen kann, ist vielleicht eine Diskussion wert. Ich denke, dass Origami eine vergängliche Kunst ist, jedenfalls ist sie wohl ursprünglich so angelegt.
Elke

quiet marverick

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36

Dienstag, 17. Juni 2014, 17:48

Was für ein Thema :D
Also generell seh ich es auch so, dass Origami als Bastelkram angesehen wird. Dabei geht es ja nicht nur darum ob es Kunst ist oder nicht, sondern meiner Meinung nach auch darum, welche Arbeit und welche handwerklichen Fähikeiten dahinter stecken. Somit ist es beispielsweise ja etwas ganz anderes, ob ich eine Schachtel aus Einzelteilen zusammenklebe, ob ich eine Schachtel nach Anleitung falte ohne Schere und Kleber zu benutzen, oder ob ich gar eine spezielle Schachtel in bestimmter Form selbst entwerfe.
Ich habe meinem Vater Anfang des Jahres zwei gefaltete Pelikane geschenkt, die ich nass gefaltet habe. Sie haben zwar nicht unglaublich viele Falten, aber ganz einfach ist das Ganze auch nicht gewesen. Jedenfalls hat mein Vater diese auf seinem Arbeitsplatz aufgestellt und seine Kunden haben ihn gefragt, ob die Pelikane von seiner Enkelin gefaltet wurden. (Sie ist 5-6 oder so) Es ist für die meisten schwer vorstellbar, wie viel Arbeit in so einer Figur steckt, wenn man sie nicht aufgefaltet sieht.

Zum Kunstbereich will ich nicht allzuviel sagen. Ich denke man kann nicht definieren was Kunst ist und was nicht, weil es im Sinne des Betrachters liegt. Klar, wenn etwas gut gekauft wird, halten es scheinbar mehr Leute für Kunst, aber das beudeutet, wie ihr teilweise auch schon geschrieben habt, dass man es selbst für Kunst ansehen kann. Wenn jemand ein Stück Butter in die Ecke wirft, ist das für mich keine Kunst.^^ Scheinbar sehen das viele Menschen anders als ich...

Ich denke worauf Heiko hinaus will ist, dass die Arbeit geschätzt werden muss als das was sie ist. Dabei gibt es für mich jetzt verschiedene Bereiche. Origami ist für mich weder Kunst, noch Handwekr noch Bastelarbeit einzeln, sondern eine Methode, die man genauso wie anderes unter verschiedenen Gesichtspunkten anwenden kann.
Wenn ich eine Origamifigur mit Kindern falte um diese zu erfreuen, ist Origami für mich Unterhaltung.
Wenn ich versuche Kindern Origami beizubringen um sie zur Ruhe zu führen oder Geschick zu schulen, ist Origami für mich Fördermittel bzw "Terapie"
Wenn ich mich mit Freunden zum Kaffee verabrede und mich über bunte lustige Schachteln austausche, ist Origami für mich Bastelarbeit.
Wenn ich mit meinem Studiumskollegen über die Geometrie von Schachteln, Sternen und Co spreche, ist Origami für mich Mathematik.
Wenn ich versuche mit Origami etwas auszudrücken, Gefühle hervorzurufen, ein kritisches Thema anzusprechen oder einen räumlich gestalterischen Effekt zu erhalten, ist Origami für mich Kunst.

Man könnte diese Liste beliebig fortsätzen und es sind alles nur meine "Definitionen". Sicherlich seht ihr daraus einiges anders als ich. (Außerdem hab ich jetzt nicht darauf geachtet alles perfekt zu beschreiben) Worauf ich hinaus will. Wenn ich gerne mal eine Schachtel falte oder ein Tier etc, weil es mir Spaß macht, mir Entspannung bringt oder jemanden erfreut, dann reicht es mir, wenn es mich zufrieden Stellt oder das Ziel (z.B jemanden erfreuen) erfüllt. Wenn ich nun aber viel Arbeit in solch eine Figur stecke, mir Gewdanken dazu mache etc, dann möchte ich, dass eine Unterscheidung zwischen diesem Modell und einem beim Schnacken gefalteten Kranich ersichtlich wird. Eine Unterscheidung zwischen Origami als Bastelarbeit und Origami als Kunst/Handwerk/etc.

Und dafür muss einmal erreicht werden, dass die Arbeit in den Modellen irgendwie für Nichtfalter ersichtlich ist. Zum anderen, dass die verschiedenen Falttechnicken etc bekannter werden. Es gibt bisher im Kopf eines Nichtfalters glaube ich nur die Verknüpfung von Origami = Kranich^^ Ich weiß auch nicht, ob das Ganze irgendwie jemals anders sein wird. Also dass man bei Origami an mehr als den Kranich denkt. Von daher würde ich nicht allzusehr darauf herumreiten Origami als etwas Größeres als Bastelarbeit zu definieren. Vielmehr würde ich jedem empfehlen das, was er durch Origami präsentieren will häufig und viel und mit Nachdruck und Ausdauer der Welt zu präsentieren. ;)
Von daher ist der ansatz von dir Heiko, deine Kunst in einer Galerie zu zeigen meiner Meinung nach genau richtig. Denn in Galerien ist nunmal Kunst.

So, muss jetzt was anderes machen. Hachja meine Beiträge sind immer so unkoordiniert und fadenlos... hoffe man kann etwas daruas verstehen.

Allex
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akugami

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37

Dienstag, 17. Juni 2014, 17:58

man kann, alexander, und frau wahrscheinlich auch ...

38

Mittwoch, 18. Juni 2014, 19:18

@quiet marverick:
Ganz so unkoordiniert ist dein Beitrag zum Glück doch nicht - zumindest steckt genug Richtiges und Wichtiges drin, dass ich dir grundsätzlich zustimme.

Falten ist natürlich nicht PER SE Kunst, genauso wenig wie mit dem Pinsel Farbe auftragen oder mit Hammer und Meißel einen Stein bearbeiten per se Kunst ist. (vgl. z.B. Maler/Lackierer bzw. Steinmetze: Prinzipiell ähnliche Werkzeuge wie in der bildenden Kunst, aber völlig andere Zielsetzung!)

Mal schauen, wie sich mein kleines Projekt "Falten als Kunst" weiterentwickelt.


PS: Was ich mir kürzlich auch überlegt habe, wenn man als Falter immer sofort von seinem nicht-faltenden Gesprächspartner gedanklich in der "Kinder-Bastel-Ecke" verortet wird: Einfach mal den Spieß umdrehen...

Wenn einem also jemand erklärt, dass er sich mit Malerei beschäftigt, demjenigen entgegnen: "Ach, so mit Fingerfarbe und mit den Händen verschmieren! Ja, also das habe ich, als ich klein war, im kindergarten auch immer ganz toll gefunden!"

Oder jemand, der Bildhauerei oder Skulpturenbau betreibt, bekäme zu hören: "Ach, das ist doch sowas wie Fimo und Salzteig! ja, also diese kleinen Figürchen fand ich ja früher immer echt niedlich!"

Auf die Reaktionen der (egal ob freizeitlichen oder professionellen) Künstler wäre ich echt mal gespannt... 8o :P

Kadeen

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39

Mittwoch, 18. Juni 2014, 19:24

Dem kann ich nur noch voll zustimmen.
Klaus-Dieter

volker

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40

Donnerstag, 19. Juni 2014, 00:05

Also, ich weiss nicht, was Ihr Habt: Wenn es wirklich noch viele gibt, die vom Kindergarten anfangen (ich denke, Rainer hat recht, die Meisten sind schon "aufgeklaert"), ist das sooo schlimm? Himmel und Hoelle, der Flattervogel und einige andere Modelle sind geniale Erfindungen! Und dann sehen die Leute ja auch sofort, dass die Sachen, die Ihr faltet, sich deutlich unterscheiden. Das reguliert sich alles mit dem Kennenlernen. Mit der Kunst das wird jedoch immer ein Problem bleiben. Im ersten Forum hatte ich dazu mal was in aehnlciher RICHTUNG, nur nicht so gut ausgedrueckt, wie Rainer geschrieben. Wenn ich mal ganz subjektiv MEINE Sicht wiedergeben wuerde, saehe das etwa so aus: 99,9 Prozent keine Kunst. Eric Joisel genial, grossartig, aber keine Kunst. Robert Lang dito Fujimoto dito., Fritz Junior Jaquets Klorollenkoepfe Kunsttouch, Kunst? Stephan Webers Geier Kunsttouch, Kunst? Gachetpapiers Figuren Kunsttouch, Kunst? Giang Dinh zum TEIL kunstverdaechtig, Warigamis Korrugationen? Der Wege zum "Kuestlerischen" ist vorgebahnt durch Leute wie Albers, Paul Jackson und Vasarely. Vielleicht kann etwas tatsaechlich Kunst werden durch Praesentation?! Denkt an Marcel Duchamp und Man Ray, Readymades. Fertige, industriell hergestellte Dinge wurden aus ihrem (banalen Gebrauchs-)Zusammenhang herausgeloest, ISOLIERT PRAESENTIERT, und zur Kunst "erklaert".[size=12][/size]

41

Donnerstag, 19. Juni 2014, 08:06

Was ihr hier beschreibt ist total spannend und diese Vielfalt macht Origami für mich aus. Alex beschreibt mit seiner Auflistung sehr schön den unterschiedlichen Ansatz und die unterschiedliche Motivation, die Menschen zum Falten bringt.

Ich selber benutze Origami viel eher als Transportmittel: In einem Schulprojekt Kinder handwerklich und sozial herausfordern - in einem Integrationsprojekt Menschen ein Erfolgserlebnis ermöglichen und ihnen damit Achtung schenken - mit einer sorgfältig gefalteten Dekoration Menschen in ihrem Bedürfnis nach Schönheit ansprechen. Und nicht zuletzt benutze ich Origami, um mit Workshops einen Teil zu unserem Lebensunterhalt beizutragen.

Für mich hat Origami immer mit Menschen zu tun, weil ich erlebe, dass Zwischenmenschliches mein Leben reich macht. Der Engel, den Alex am Treffen mit uns gefaltet hat, ist ein Engel und verkörpert eine Beziehung; die Rose, die Muschel, die Schwalbe, der Kreisel....

Das ist keine Kunst.

Aber es gibt auch Origami, das ich uneingeschränkt als Kunst bezeichnen würde. Ich investiere mich gern dafür, diese unterschiedlichen Anwendungsbereiche wertfrei nebeneinander leben zu lassen. Die Grenzen sind oft fliessend.
Ich bin überzeugt, dass alle, die Origami verbreiten - in welchem Bereich auch immer - zum Verständnis der Öffentlichkeit beitragen.

quiet marverick

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42

Donnerstag, 19. Juni 2014, 08:54

Um jetzt mal einen direkten Vergleich zu Volkers Meinung zu ziehen hier meine Meinung:

Eric Joisels Werke sind für mich teilweise Kunst. Zum Beispiel die Pferdekopf-Büste, die "Human-Figures", etc (Randfrage: Volker wo ordnest du diese Modelle ein? Handwerk?)
Robert Langs Modelle sehe ich als genial präziese Werke an. Ka ob ich dazu Kunst sagen würde.
Fujimoto ist für mich auch keine Kunst.
Fritz Junior Jaquets Toilettenpapier-Rollen-Köpfe sind für mich im künstlerischen Bereich.
Stephan Webers Geier ist für mich keine Kunst. Sein bemalter Bulle hingegen schon ;)
Gachepapiers Figuren sind für mich ähnlich wie die von Joisel teilweise Kunst. Wobei bei ihm mehr Modelle bei sind, die ich für Kunst halte, als bei Joisel.
Giang Dinh ist für mich eindeutig Kunst.
Warigami faltet sehr präziese. Wenn ich das alles so zusammen sehe, geht das auf eine Art ein wenig in Richtung Robert Lang. Großartig aber erstmal keine Kunst. Wenn ich nun aber seine Korrugationen betrachte, sieht das Ganze schon wieder anders aus. Er geht damit meiner Meinung nach wieder euf eine andere Ebene. Er bewegt sich von den Falten ansich etwas weg und legt das Augenmerk zusätzlich auf ein größeres Gesamtbild.

Zum Schluss noch die Kunstdefinition von Wikipedia:^^
"Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition
gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne
werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die
nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein
menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses."

Ich denke man kann Kunst nicht eingrenzen :P
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43

Donnerstag, 19. Juni 2014, 12:33


menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses."

Ich denke man kann Kunst nicht eingrenzen :P


Der kreative Vorgang steht für mich an erster Stelle. :winke:

volker

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44

Donnerstag, 19. Juni 2014, 14:01

Christiane (Blattwerk), mir geht es wie Dir. Ich finde die Diskussion auch spannend.
Es wundert mich und freut mich sehr, dass Alexander (quiet m.) und ich nicht so arg weit in unseren Ansichten auseinanderliegen. So sehe ich es jedenfalls, oder will ich es nur so sehen?[size=12][/size]

Eme

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45

Donnerstag, 19. Juni 2014, 19:59

Im Allgemeinen treffen wir uns alle. Hier ging es aber auch um die Etablierung der Kunstbegriffes für Origami. Und da ist für mich Ercebes Ansatz "zeige Origami und rede darüber" oder führe es vor oder... ein realistischer Weg, die Wahrnehmung für Origami zu schärfen.
Elke

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46

Freitag, 21. November 2014, 20:34

Kleiner Beitrag zu dieser interessanten Diskussion: Ein ehemaliger Klassenkamerad (60 Jahre her) hat mich auf eine interessante Ausstellung im Museum feur Konkrete Kunst in Ingolstadt, die noch bis zum Febraur 2015 laeuft, aufmerksam gemacht (GUCKT MAL IN DIE GALERIE). Titel: Die Kunst der Faltung. Peter Weber ist auch vertreten. Die anderen kenne ich alle nicht. Es gibt ganz interessante Ansaetze, wenn auch nur bei wenigen eine mehr oder minder direkte Verbindung zum "klassischen" Origami.[size=12][/size]

volker

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47

Freitag, 21. November 2014, 20:42

Hier noch ein Link. Wenn Ihr bei Ausstellungen und Aktuell klickt, koennt Ihr EIN WENIG sehen:
http://www.mkk-ingolstadt.de/ausstellungen/

48

Samstag, 22. November 2014, 13:00

Sehr schön!

Ich möchte das Augenmerk noch einmal auf einen Satz aus dem Text lenken:

Bislang gab es noch keine Museumsschau, die so umfänglich die jüngsten Entwicklungen zu diesem Thema darstellte.
Es gibt also sogar im professionellen Kunstbereich bisher nur wenig Bestrebungen, Falten als eigenständiges gestalterisches Mittel zu präsentieren. Genau an DER Stelle könnten WIR doch gemeinsam als Verein ansetzen und versuchen unsere Fachkompetenzen sinnvoll und nützlich einzubringen!

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