Öffentliche Auftritte

  • Das Papier ist normales weißes Kraftpapier, warigami, Stabilisierungen waren gar nicht nötig. Hals und Schwanz halten von sich aus. Das Tier wird entweder an die Kirchentür gepinnt (da gibt es ja in der evangelischen Kirche eine gewisse Tradition) oder auf einen Tisch gestellt, die Flügel hängen dann herunter. Ob es ein Foto gibt, weiß ich nicht, ich bin beim Ereignis ("Vorangehen & Zurückschauen") nicht dabei.

  • Nicht alle Blütenträume reifen! Am Sonnabend war hier Tag der offenen Tür im Bundesrat, u.a. Im Frühling trat eine Eventagentur an den Verein heran, ob man am 5.9. einen Faltworkshop geben könnte. Die Agentur tat etwas geheimnisvoll und wollte den Ort zunächst nicht nennen, da es sich nur um ein Konzept handelte. Nachbohren ergab dann, dass es sich um den Bundesrat handelte, ich sollte aber noch nichts ausposaunen. Ich stellte mir das schon vor, falten mit den Ministerpräsidenten! Leider gab es ein paar Wochen später eine Konzeptänderung und aus wars. Ob die Agentur das Rennen überhaupt gemacht hat, weiß ich natürlich auch nicht, da ich nicht hingehen konnte.


    Aber dies Jahr stehen noch zwei Einsätze an, auf der MMC (Mega Mangaconvention) im Oktober und in Menz am 2. Advent.

  • Uff, das wäre geschafft, die MMC (Mega Manga Convention) 2015 ist vorbei. Der Berliner Stammtisch mit zwei Personen (Harald und ich) haben am Sonnabend und Sonntag zwei zweistündige Workshops gegeben. Traditionell finden sich am Sonnabend mehr Teilnehmerinnen ein als am Sonntag. Am Sonnabend hatten wir 25 Leute (etwa 20 Mädchen und 5 Jungen), am Sonntag kamen nur 9 in ähnlicher Verteilung. Freitag und Sonnabend sind die Hauptereignistage. Die Räume sind auf 1000 Leute ausgelegt, die auch alle da waren.



    Wir arbeiteten in zwei Gruppen. Ich stellte mir ein Programm zusammen, was bei den Falterinnen Anklang fand. Der Start war der Kranich, klar, es folgte der Schwan von Sakoda. Also einmal die Vogelform und dann die gestreckte Vogelform sollte vorgeführt werden. Ich bot dann den Patenbrief an, der prompt als "cool" befunden wurde. Dann teilte sich meine Gruppe, und die einen falteten die Katze von Nakashima, die andere die Fledermaus von Talo Kawasaki.



    Mit den 9 Leutchen vom Sonntag war es natürlich entspannter, zumal wieder in zwei Gruppen. Ich startete mit dem Patenbrief, dann folgte die Katze ("Neko" auf gut Japanisch) von Jo Nakashima (aus Brasilien) und endete mit der Fledermaus und der Herzschachtel (von Yama… der Rest ist mir entfallen).



    Die zwei Stunden schlauchen doch ganz schön, wir beide waren am Ende ein bisschen erschöpft. Drei Stunden später folgte dann noch der Monatsstammtisch, so kam man aus dem Falten gar nicht mehr heraus. Jetzt senkt sich die nächtliche Stille.



    RCB

  • Die "Wunderkammer" eine Veranstaltung einer Berliner Galerie. Eine der Betreiberinnen ist Mitglied in OD. Eine Gruppe von etwa 4 Dutzend künstlerisch Angehauchten ist die Basis. Man stellt sich ein Thema, und dann sollen dazu Beiträge verfasst werden. Ich benutze dazu Origami als Darstellungsmittel, oder auch Verfremdungsmittel. Es geht nicht um die gefalteten Figuren. Letztes Jahr war das Thema "Hausgeschichten", ich faltete einen Einsiedlerkrebs und verschiedene Schneckenhäuser und Muscheln, die jeweils etwas größer wurden. Der Lebenslauf des Tieres sollte dargestellt werden. Die Idee der "Wunderkammer" ist die der Könige und Fürsten des Barock: Kunst und Wissenschaft, Staunen und Erkenntnis.
    Diesmal war das Thema "Lüge". Meine Arbeit kann man in der "Galerie" sehen. Der Titel ist: "Ich liebe nur d(m)ich". Es ist bekannt, dass nirgendwo mehr gelogen wird als beim Liebesschwur. Eine kurze Recherche in der Suchmaschine meines Misstrauens zum Eintrag "Lüge" ergab 1 370 000 000 Treffer. Gab ich "Lüge Origami" ein, kamen nur 6630 Treffer. Man sieht deutlich, dass wir Origamisten nichts zur Lüge beitragen ;) . Wär ja auch noch schöner…

  • morgen soll in der FAZ unter "Deutschland und die Welt" (im Politikteil?) der Artikel von Frau Mueller-Gueldemeister, einer SEHR netten, SEHR engagierten Freien Journalistin ueber unseren Faltnachmittag am letzten Mittwoch im HBF Mannheim erscheinen. Vielleicht denkt Ihr, ich oder irgendjemand sonst wuerden dauernd die Werbetrommel ruehren oder Journalisten nerven, das ist jedoch nicht der Fall. Man koennte sagen, sie rennen uns seit dem schoenen Artikel von Frau Roth-Scherrer in der Rheinpfalz und dem Artikel in "Dein Bahnhof", der offenbar von sehr vielen Menschen gelesen wurde, die Bude ein.
    Also morgen FAZ kaufen!

  • Vielleicht denkt Ihr, ich oder irgendjemand sonst wuerden dauernd die Werbetrommel ruehren oder Journalisten nerven, das ist jedoch nicht der Fall.

    Mensch Volker, alter Ehrenberliner,
    selbst wenn du das taetest, waer es doch nichts schlimmes. Tue Gutes und rede darueber ist das Motto. Oder Klappern gehoert zum Handwerk oder wie die Sprueche alle sind. Also freue dich. Ich habe heute einen Falteinsatz in Brandenburg, leider ohne Journalisten.
    rcb

  • Die letzte Origamiaktivität in diesem Jahr führte mich nach Menz, knapp 40 Min. Bahnfahrt von Berlin-Gesundbrunnen, welches schon im Norden liegt. Man fährt bis Gransee und lässt sich dann abholen, um weitere 11 km zu fahren. Dort in der Bastelstube gibt es jedes Jahr ein Thema, das verschiedene Bastellmethoden behandeln. Ich vertrete also die Papierfraktion. Das Thema war "Weihnachtsbaum", ein leichtes für unser einen. Ich brachte mehrere Weihnachtsbäume mit, die im Schwierigkeitsgrad leicht bis anspruchsvoll sind. Nachgefragt wurde der eher einfache Baum mit Schneeauflage, gefaltet aus einem nicht ganz bis ins Zentrum geblinzten Quadrat, dann eingeschobenes Dreieck. Mehrere Elemente werden verklebt (jaja!). Auch die Fujiyamabox von Jannie van Schuylenburg wurde gewünscht, aus grün-goldenem Papier gebe ich sie als Weihnachtsbaum aus, mit Stern oben!
    Schönen Dezembercb

  • jetzt ist der Artikel auch online. Ich finde ihn sehr schoen geschrieben und fotografiert von einer jungen, engagierten Journalistin, die uns gerne zu Pfingsten in Erkner besuchen und portaitieren wuerde, WENN sie dann nicht ins Ausland MUSS:
    http://www.faz.net/aktuell/ges…of-mannheim-13948815.html
    Man kann Sternchen vergeben und Kommentare schreiben, das taete der Journalistin sicher gut. Ich moechte aber niemanden zu etwas ueberreden, was er nicht GERNE tut.

  • Ein schöner Artikel! Vor allem auch sehr schön wertungsneutral, ohne zu sehr in die eine oder andere Richtung abzudriften; weder zu sehr "Kindergarten" noch zu "abgehoben-künstlerisch", sondern eine angemessende Zusammenfassung des zeitgenössischen Origami.


    volker:
    Wie ist der Beiname, den du dir im Kommentar zu dem Artikel gegeben hast, zu verstehen? ?( :D

  • Leider konnte ich der Artikel nicht mehr kommentieren.
    Den Artikel finde ich sehr gut und sehr identisch.
    Das was ich mache bezeichne ich als "Kunsthandwerk" den leider kann ich nicht selber entwerfen und falte "nur" nach und dabei habe ich so meine Schwierigkeiten. Als ich mit Ton gearbeitet habe, hat mich mal auf einer Messe jemand gefragt ob ich etwas mit Metall zutun habe. Ja, als Goldschmiedin arbeitet man mit Metall. Und ich glaube auch das Papier trimme ich manchmal, mit den Zangen in die gewünschte Richtung.



    Danke Volker, für deinen Einsatz und das Du dich immer so gut um die "Neuen" kümmerst. Ich habe manchmal nicht die die Geduld.

  • Irgendwann hatte ich ja mitgeteilt, dass sich fuer unser letztes Treffen nicht nur Frau Mueller- Gueldemeister, die den schoenen Artikel fuer die FAZ verfasst hat, interessiert hat, sondern auch das Suedwest-Fernsehen. Frau Akbari, die die Regie gefuehrt hat, hat mir nun mitgeteilt, dass der Beitrag voraussichtlich am 28.12.15 in der Landesschau BADEN-WUERTTEMBERG (wegen Mannheim!) zwischen 18.45-19.30 h im SWR-Fernsehen laeuft. (Das, was die Mutter von Daniela gesehen hat, war offenbar ein Ausschnitt aus meinem "Fernsehauftritt" im Fruehjahr, der in einen anderen Zusammenhang gestellt wurde)
    Euch allen wuensche ich ein Frohes Weihnachtsfest und ein besseres Jahr 2016!
    Euer Volker

  • Leider die Sendung verpasst aber den Link gesehen. War der Beitrag im Original länger ?
    Den mein Name ist nicht gefallen aber ich hatte sofort nach der Sendung einen Anruf von einer Frau aus Bruchsal die auch kommen möchte aber nicht an drei König.

  • Das neue Faltjahr hat nun begonnen mit der ersten Veranstaltung, dem Wohltätigkeitsbasar der Johanniter. Eine dreiköpfige Delegation bot österliche Faltmotive an, die Resonanz war diesjahr schwach. So trödelte ich durch den Markt und kaufte zwei CDs und ein Buch von Tucholsky („Briefe an eine Katholiken“, 1970 erschienen). Beim Hineinschauen bemerkte ich eine Widmung, ein Autogramm. Das stammt von Mary Tucholsky. Das Buch scheint ein Sonderdruck zum 80. Geburtstag von Tucholsky zu sein („Den Freunden des Rowohlt Verlages zugeeignet“). Das falsche Datum (8.1.1970) hat sie in 9.1. korrigiert.


    Ein Nachklappern aus dem letzten Jahr wäre noch zu vermelden. Im Pli 138 ist ein Artikel von mir abgedruckt. Er stand zuerst im Schrumpffalter 58. Er untersucht die Frage, ob in einem Gedicht des chinesischen Dichters Du Fu aus dem Jahr 760 eine Papierfaltung vorkommt. Leider erschien das französische Heft mit halbjähriger Verspätung.


    Tja, Extension du domaine de la lutte. RCBERLIN

  • Nun geht das Faltjahr seinen Gang. Am 2. Juli beim Sommerfest der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, im August wieder das Maulbeerfest in Zernikow und im Oktober die AniMaCo, die Anime- und Mangaconvention.
    faltendercb

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