Faltungen auf Gemälden

  • Ich suche Bilder, auf denen gefaltetes Papier dargestellt ist. Bilder bedeutet Gemälde, meist in Öl, und aus fernen Tagen. Einige Beispiele:
    Allgemein bekannt ist sicherlich Holbein der Jüngere mit dem Bild des George Gisze, einem Kaufmann in London, der in seinem Kontor gemalt wurde mit den gefalteten Verträgen (und mit einem fetten Hut), die auf einer Leiste an der Wand hängen. Ein weiteres Beispiel sind Stillleben, wo Gewürze, meist Pfeffer, in einer Papiertüte gemalt wurden, oder Fische, die samt Einwickelpapier auf dem Bild erscheinen. In der Renaissance haben Maler ihre Signatur manchmal auf einem kleinen Papierbogen gemalt, z. B. Carpaccio. Wer jetzt an eine Vorspeise denkt, liegt durchaus richtig, denn das Carpaccio wurde nach ihm benannt (wg. seiner roten und weißen Farben). Es können auch gefaltete Stoffe sein, ein Tuch, das frisch aus dem Schrank genommen, irgendwo aufgehängt wurde, und wo der Maler dann die hoffentlich richtigen Falten gemalt hat.


    Die Bilder sind häufig frei kopierbar, so dass Copyrightprobleme nicht auftreten können.
    Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.




    Forschercebe

  • Sowas wie im aktuellen Falter, S. 48? ;)



    An sonsten: Joan Sallas fragen! 2013 in Weimar hatte er einen reichbebilderten Vortrag über die Geschichte des Faltens/der Falte gehalten, u.a. mit Beispielen aus der Kunst (van Eick, Dürer, etc.).

  • Hallo Forschercebe, ich bin dabei in meinen Buechern zu stoebern. Hab aber nciht so arg viel Hoffnung. ABER Du kannst mal unter trompe l´oeil im Netz, auch bei Wikipedia (und sogar im Papierbrockhaus!), gucken. Da haben viele festgekemmte Papiere (natuerlich die wenigsten kunstvoll gefaltet), gemalt. Koennte was dabei sein. Etwas abwegig, aber "augenfaellig",die Jacobs- Muschel in der die frisch geborene Venus von Boticelli "angesegelt" kommt. Die sieht total gefaltet aus. Ich meld mich wieder.

  • Vielen Dank für die Hinweise!


    Es geht allerdings nicht um "richtige" Faltungen, die in Bildern erscheinen, sondern um Objekte, die man wohl als Alltagsfaltungen bezeichnen müsste. Um 1500 war Papier noch etwas Besonderes, ein neues Mitteilungsmedium, und sicherlich nicht billig. Maler schrieben ihre Signatur drauf (Carpaccio, Bellini), scheinbar jedenfalls, denn es wurde gemalt. Und Briefe und Verträge sind auch etwas Besonderes, Wertvolles. Der Auftraggeber wollte es abgebildet wissen.
    rcb

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