Origamitreffen im Mai

  • So Leute, glaubt irgendwer eigentlich noch, dass das Treffen in Erkner stattfinden wird? Versammlungen ab 100 Personen müssen vom Landrat genehmigt werden, ausländische Gäste können vielleicht nicht anreisen, oder wollen nicht. Ich persönlich sehe schwarz, denn die Viruswelle wird im Mai wohl nicht zu Ende sein. Und hier in Berlin werden auch schon für Mai jede Menge an Veranstaltungen abgesagt. Ein kleines Beispiel aus dem Ausland: aktuell hat der (oder die?) MFPP sein Lokal in Paris geschlossen. Oder verlegen in den Herbst? Ich weiß es doch auch nicht.

  • Ich bin ein wenig hin und her gerissen, ob ich den Flug jetzt buchen soll oder nicht. Ab Montag sind ja die Grenzen bei uns, mehr oder weniger, dicht. Keine Ahnung wie lange das anhalten wird. Bis zum Treffen sind es noch zwei Monate und irgendwie war noch nie dermaßen unvorhersehbar was in diesem Zeitraum passieren würde wie jetzt. Hätte mir vor zwei Wochen wer gesagt, dass ich Ende dieser Woche im Supermarkt vor komplett leeren Regalen stehen würde, ich hätte es ihm nicht geglaubt und doch war das gestern der Fall. Kein Obst, kein Gemüse, keine Eier, kein Geflügel, kein Klopapier, kein Mehl und vieles mehr komplett ausverkauft, als ob der nächste Weltkrieg bevorstünde und das obwohl die Regierung immerzu betont hat, dass die Supermärkte offen bleiben werden. Die Leute drehen gerade voll durch. Jeder fürchtet sich vor einer allgemeinen Ausgangssperre. Was das nun für eine Konferenz in zwei Monaten bedeutet, ich kann es nicht sagen. Momentan denke ich noch nicht so weit vorraus sondern schau mal was akut ansteht und das ist, dass ein Großteil der Geschäfte ab Montag zu sein wird, dass die Börsen komplett crashen, dass viele Menschen ihren Job verlieren werden, dass es eine starke Rezession geben wird, dass meine Vorlesungen an der FH nur noch online stattfinden und keiner weiß ob und wie zukünftige Prüfungen ablaufen werden. Schön wäre es aber schon, wenn das Treffen stattfinden könnte.

  • Wirtschaftlich spüren es schon einige meiner Kunden, und auch die Krankenzahlen gehen hoch. Als ich heute einkaufen war, musste ich zum ersten mal erleben, dass wohl etliche Hamster schon vor mir da waren. Verblüffend... wie können diese putzigen Wühler eigentlich einen Einkaufswagen schieben? Mal sehen, wie doof sich die Hamserkäufer vorkommen, wenn Montag die Regale wieder voll sind :)

    Ich drücke dem Jahrestreffen trotzdem die Daumen, dass die Coronakrise genauso verschwindet wie die Vogelkrippe und alle deren Verwandte die unsere Menschheit, laut den Medien, schon ausrotten wollten.

    Ich frage mich, warum keiner erwähnt, dass jährlich 300000 bis über 600000 Menschen weltweit an der Influenza sterben? Die schlimme Grippewell 2017/18 hat in Deutschland 25000 Menschen das Leben gekostet. Ich kann mich an keine Grenzschließung erinnern. Aber das liegt sicher nur an meinem schlechten Gedächtnis. Zwischen Oktober 2019 bis März 2020 sind an der "normalen" Grippe in Deutschland 200 Menschen gestorben.

    Ich mein ja nur...

  • Wer seine Emailadresse dem Verein mitgeteilt hat, wird es wissen: das Treffen im Mai soll stattfinden, wenn es der zuständige Landrat erlaubt. Eine Absage durch den Verein hätte die Insolvenz zur Folge, wenn der Landrat ablehnt, entstehen uns und dem Verein keine Stornokosten. Wenn die Grenzen dann aber immer noch zu sind, werden die Ausländer und die ausländischen Meister nicht kommen können. Misslich ist, dass diese Kosten bei jedem hängen bleiben, der sich nicht mehr traut teilzunehmen. Die aktuellen Maßnahmen in Berlin und Brandenburg gelten bis zum 20. April (erster Schultag), sollten die jetzigen Einschränkungen wenig Erfolg zeigen, können wir das Ganze vergessen.

    Ich persönlich bin übrigens schon jetzt betroffen, da ich im Museumsbereich arbeite und nun einem verlängerten Urlaub entgegen sehe. Wenn ich Glück habe, bekomme ich Kurzarbeitergeld, oder sonst was aus Scholzens Geldtopf. Okay, ab morgen sollen auch viele Geschäfte schließen, und die Leute dort haben das gleiche Problem.

  • Bei uns sind jetzt Menschengruppen größer 5 Personen verboten. Öffentliche Flächen dürfen nur noch mit triftigem Grund betreten werden. Dazu zählen dringend nötige Besorgungen (z.B. Lebensmittel, Medikamente), Fahrt zur Arbeit in einem strukturell wichtigen Beruf (z.B. Gesundheitsversorgung, Lebensmittelhandel), um jemand anderem zu helfen oder wichtige Spaziergänge (Hund Gassi führen) alleine oder mit Menschen die im gleichen Haushalt leben. Zu allen anderen Menschen ist mindestens ein, besser aber zwei Meter Abstand zu halten. Sämtliche kulturellen Einrichtungen, Parks, Tiergärten und dergleichen sowie Restaurants sind gesperrt. Wird man aus einem nicht triftigen Grund draußen angetroffen drohen hohe Strafen. Schulen und Kindergärten bleiben bis auf einen kleinen Notbetrieb geschlossen. Der Flugverkehr ist für Passagierverkehr so gut wie komplett eingestellt, die Grenzen sind nur noch für Warenverkehr offen und für Personenverkehr gesperrt. Alle sind dazu aufgerufen nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und sozialen Kontakt zu Menschen die nicht im gemeinsamen Haushalt leben zu meiden.

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