Beiträge von ercebe

    Na so was? "Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 365 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet." Das lese ich hier. Die Maschine kennt also die aktuelle Lage nicht. Natürlich ist das Thema überhaupt nicht veraltet. Einen öffentlichen Auftritt hat es, wie die Maschine richtig deutet, nicht gegeben, weder in Berlin noch sonstwo, oder? Die Mangaexpo hat ein Lebenszeichen von sich gegeben, heute. Mal sehen, was läuft.

    Ach, irgendwie kommt man zu gar nichts mehr… Eigentlich wollte ich diesen Text am Montag schreiben, aber wahrscheinlich bin ich überarbeitet. Um was es geht? Am Sonntag traf sich die Berliner Gruppe wieder zum Nahfalten! Nix mehr mit online, Zoom oder FaceTime, ja, richtiges reales Falten! Die Bedingungen sind wie im letzten Jahr, siehe oben. Ich habe das Zhen Xian Bao vorgestellt, das chinesische Nähkästchen. Das kam gut an, ist ja auch verblüffend. Möglicherweise bildet sich trotzdem eine FaceTimegruppe, mal sehen, im Herbst ist die Applelösung systemübergreifend vorhanden.

    Äh, bist du sicher, dass du hier das richtige Forum erwischt hast? Die Kamera müsste aus Papier sein, um sie hier beurteilen zu können. Also als Faltobjekt, um es klar zu sagen.

    Dies ist meine neueste Figur. Das Modell von Roger Garcias aus dem Pli Nr.158 hat mich dazu angeregt. Seine Figur heißt "Quedate en casa", d.h. "Bleibt zu Hause", und zeigt das Logo des spanischen Vereins Pajarita oder das Vögelchen im Hause. So ist nun unser Logo, das geknickte Quadrat, auch im Hause.

    Bleibt zu Hause v1.jpg

    Das Septembertreffen war voll besetzt mit 7 Faltwütigen. Normal ist das nicht, wir haben sonst bis zum Doppelten an Teilnehmerinnen, die Männer sind stark unterrepräsentiert. Zum Glück musste noch keine Auswahl getroffen werden, nämlich dann, wenn sich mehr als 7 Leute melden.

    Am dritten Advent haben wir immer unser Weihnachtstreffen (oh ja, Weihnachten, ich habe bereits eine Tüte Lebkuchenherzen verspeist) an einem anderen Ort gehabt, wie das diesmal wird, ist noch völlig schleierhaft. Die Berliner Zahlen sind leider nicht vertrauenserweckend. Einen fremden Raum mit Küche zu bekommen, mit eigenem Hygienekonzept, oh je…

    Es ist Licht am Ende des Tunnels. Eine MiniMEX, also Mini-Anime-Convention, wird nun doch im September stattfinden, am Wochenende der Vereinsversammlung in Gera. Wir werden wieder einen Faltkurs anbieten, bei reduzierter Teilnehmerzahl, nämlich auf 10, sonst waren es 20. Ich allerdings werde an beidem nicht teilnehmen, da ich beruflich zu eingespannt bin. Wäre der Termin im Oktober, müsste ich es mir überlegen. Es ist wieder das Fontanehaus, wie früher, nicht das Messegelände, irgendwie verständlich.

    Gestern war nun unser Berliner Treffen quasi neu eröffnet, nach 4 Monaten des Ausfalls. Von den möglichen 7 Personen meldeten sich nur 5 an. Ja, man muss sich anmelden, um einen Platz zu bekommen. Wir haben noch keine Ahnung, was passiert, wenn sich 8 oder mehr Leute anmelden wollen, einen zweiten Raum bekommen wir jedenfalls nicht. Wir haben etwas Technik aufgeboten, einen Beamer kann man vom Nachbarschaftsheim ausleihen. Per Zoom oder einen anderen Anbieter könnte man ins Digitale gehen, WLAN gibt es auch im Haus.

    Der Ablauf war nicht wie sonst, wir machten praktisch Workshop wie bei den Jahrestreffen. Dabei gibt es einiges zu beachten, mich persönlich hat das Starren auf den Vortragenden und auf den Bildschirm zu sehr angestrengt. Die Position der Kamera muss gut ausgewählt werden, weil sonst die Präsentation der Faltarbeit auf dem Bildschirm zu sehr im Schatten ist, also zu dunkel ist, man sieht nichts. Wegen des Abstandsgebots konnte die Aufstellung der Stühle nicht verändert werden. Wer zu schräg sitzt, hat Probleme. Als Vortragender muss müsste man das Auditorium und den Bildschirm immer im Auge haben, das erfordert Erfahrung.

    Und es muss ein Programm geben, zumindest müssen mehrere Leute etwas vorbereiten. Das hat diesmal geklappt, wir haben uns lange mit Yamaguchis Hirschkäfer beschäftigt und mit Mosaiken aus der Alhambra, Stichwort nasridische Knochen.

    Dass es auch noch Platzregen gab, sowohl beim Hingehen als auch beim Nachhausegehen, und ich keinen Schirm dabei hatte, sei nur am Rande erwähnt.

    Selbst den vorsichtigen Prognosen nach wird das alles noch ein Jahr andauern, bis zum Impfstoff, bis alle den Pieks bekommen haben.

    So sieht es aus und nicht anders.

    Sicherlich geht es anderen Gruppen wie der Berliner Gruppe: Man darf sich treffen, aber nur unter dem berühmten Hygienekonzept. Bei uns bedeutet das, dass nur noch 7 Leute in unseren Raum dürfen, und das gelüftet werden muss, und dass man nur alleine aufs Klo, aber lassen wir das. Normalerweise waren wir über 10 Falterinnen, Männer zählen nicht so sehr. Es würde mich interessieren, wie andere Gruppen mit dem Thema umgehen, hier wird jetzt kräftig diskutiert (Nee, mit Mundschutz kann ich mir das nicht vorstellen, wer desinfiziert am Ende den Raum, überhaupt so wenig Leute, wie macht man das, umschichtig?…).

    Auch in diesen Zeiten wird noch etwas gefaltet, zumal, wenn man auf Kurzarbeit gesetzt ist. Das erste ist ein Projekt mit vielen anderen, ein allgemeines Kunstprojekt, wo die anderen gezeichnet haben über 16 Tage auf 16 kleinen quadratischen Kartons. Ich nicht, ich habe gefaltet, 16 kleine Blätter zu einem Muster, den nasridischen Knochen. Das ist ein maurisches Muster aus Granada, aus der Alhambra. Die Knochen bedecken die ganze Ebene, im Prinzip. Der Rahmen von Brazille wurde entsprechend angepasst. Das Muster stammt aus dem aktuellen französischen Origamijournal (lepli 156).


    Das zweite ist der Startende Schwan von Satoshi Kamiya, schon sehr alt, 25 Jahre, also der Schwan. Auch hier wurde der Rahmen neu angepasst.

    Tja, und schon ist der Termin gestrichen, der Tag der offenen Tür des Deutsch-Japanischen-Zentrums Berlin kann nicht stattfinden. In diesem Jahr wird wohl nichts mehr präsentiert werden können. Der nächste Termin wäre Anfang August in Zernikow und dann Ende Oktober die MEX, die Mangaconvention. Ich habe keine Hoffnung, und alles wegen dieses Sch…virus.

    Wer seine Emailadresse dem Verein mitgeteilt hat, wird es wissen: das Treffen im Mai soll stattfinden, wenn es der zuständige Landrat erlaubt. Eine Absage durch den Verein hätte die Insolvenz zur Folge, wenn der Landrat ablehnt, entstehen uns und dem Verein keine Stornokosten. Wenn die Grenzen dann aber immer noch zu sind, werden die Ausländer und die ausländischen Meister nicht kommen können. Misslich ist, dass diese Kosten bei jedem hängen bleiben, der sich nicht mehr traut teilzunehmen. Die aktuellen Maßnahmen in Berlin und Brandenburg gelten bis zum 20. April (erster Schultag), sollten die jetzigen Einschränkungen wenig Erfolg zeigen, können wir das Ganze vergessen.

    Ich persönlich bin übrigens schon jetzt betroffen, da ich im Museumsbereich arbeite und nun einem verlängerten Urlaub entgegen sehe. Wenn ich Glück habe, bekomme ich Kurzarbeitergeld, oder sonst was aus Scholzens Geldtopf. Okay, ab morgen sollen auch viele Geschäfte schließen, und die Leute dort haben das gleiche Problem.

    So Leute, glaubt irgendwer eigentlich noch, dass das Treffen in Erkner stattfinden wird? Versammlungen ab 100 Personen müssen vom Landrat genehmigt werden, ausländische Gäste können vielleicht nicht anreisen, oder wollen nicht. Ich persönlich sehe schwarz, denn die Viruswelle wird im Mai wohl nicht zu Ende sein. Und hier in Berlin werden auch schon für Mai jede Menge an Veranstaltungen abgesagt. Ein kleines Beispiel aus dem Ausland: aktuell hat der (oder die?) MFPP sein Lokal in Paris geschlossen. Oder verlegen in den Herbst? Ich weiß es doch auch nicht.

    Mittlerweile ist die Präsentation beendet, ich zeige mal einige Fotos. Doch schon gibt es einen neuen Termin. Das Japanisch-Deutsche-Zentrum hat mich bereits für den nächsten Tag der offenen Tür kontaktiert, für den Juni. Natürlich habe ich zugesagt, da sich einige Mitglieder bereits jetzt dafür ausgesprochen haben.


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    Das Skelett und der große Elefant sind von mir, der kleine und das Nashorn von Harald, die Schnecke von Waltraut, glaube ich.