Beiträge von ercebe

    Sicherlich geht es anderen Gruppen wie der Berliner Gruppe: Man darf sich treffen, aber nur unter dem berühmten Hygienekonzept. Bei uns bedeutet das, dass nur noch 7 Leute in unseren Raum dürfen, und das gelüftet werden muss, und dass man nur alleine aufs Klo, aber lassen wir das. Normalerweise waren wir über 10 Falterinnen, Männer zählen nicht so sehr. Es würde mich interessieren, wie andere Gruppen mit dem Thema umgehen, hier wird jetzt kräftig diskutiert (Nee, mit Mundschutz kann ich mir das nicht vorstellen, wer desinfiziert am Ende den Raum, überhaupt so wenig Leute, wie macht man das, umschichtig?…).

    Auch in diesen Zeiten wird noch etwas gefaltet, zumal, wenn man auf Kurzarbeit gesetzt ist. Das erste ist ein Projekt mit vielen anderen, ein allgemeines Kunstprojekt, wo die anderen gezeichnet haben über 16 Tage auf 16 kleinen quadratischen Kartons. Ich nicht, ich habe gefaltet, 16 kleine Blätter zu einem Muster, den nasridischen Knochen. Das ist ein maurisches Muster aus Granada, aus der Alhambra. Die Knochen bedecken die ganze Ebene, im Prinzip. Der Rahmen von Brazille wurde entsprechend angepasst. Das Muster stammt aus dem aktuellen französischen Origamijournal (lepli 156).


    Das zweite ist der Startende Schwan von Satoshi Kamiya, schon sehr alt, 25 Jahre, also der Schwan. Auch hier wurde der Rahmen neu angepasst.

    Tja, und schon ist der Termin gestrichen, der Tag der offenen Tür des Deutsch-Japanischen-Zentrums Berlin kann nicht stattfinden. In diesem Jahr wird wohl nichts mehr präsentiert werden können. Der nächste Termin wäre Anfang August in Zernikow und dann Ende Oktober die MEX, die Mangaconvention. Ich habe keine Hoffnung, und alles wegen dieses Sch…virus.

    Wer seine Emailadresse dem Verein mitgeteilt hat, wird es wissen: das Treffen im Mai soll stattfinden, wenn es der zuständige Landrat erlaubt. Eine Absage durch den Verein hätte die Insolvenz zur Folge, wenn der Landrat ablehnt, entstehen uns und dem Verein keine Stornokosten. Wenn die Grenzen dann aber immer noch zu sind, werden die Ausländer und die ausländischen Meister nicht kommen können. Misslich ist, dass diese Kosten bei jedem hängen bleiben, der sich nicht mehr traut teilzunehmen. Die aktuellen Maßnahmen in Berlin und Brandenburg gelten bis zum 20. April (erster Schultag), sollten die jetzigen Einschränkungen wenig Erfolg zeigen, können wir das Ganze vergessen.

    Ich persönlich bin übrigens schon jetzt betroffen, da ich im Museumsbereich arbeite und nun einem verlängerten Urlaub entgegen sehe. Wenn ich Glück habe, bekomme ich Kurzarbeitergeld, oder sonst was aus Scholzens Geldtopf. Okay, ab morgen sollen auch viele Geschäfte schließen, und die Leute dort haben das gleiche Problem.

    So Leute, glaubt irgendwer eigentlich noch, dass das Treffen in Erkner stattfinden wird? Versammlungen ab 100 Personen müssen vom Landrat genehmigt werden, ausländische Gäste können vielleicht nicht anreisen, oder wollen nicht. Ich persönlich sehe schwarz, denn die Viruswelle wird im Mai wohl nicht zu Ende sein. Und hier in Berlin werden auch schon für Mai jede Menge an Veranstaltungen abgesagt. Ein kleines Beispiel aus dem Ausland: aktuell hat der (oder die?) MFPP sein Lokal in Paris geschlossen. Oder verlegen in den Herbst? Ich weiß es doch auch nicht.

    Mittlerweile ist die Präsentation beendet, ich zeige mal einige Fotos. Doch schon gibt es einen neuen Termin. Das Japanisch-Deutsche-Zentrum hat mich bereits für den nächsten Tag der offenen Tür kontaktiert, für den Juni. Natürlich habe ich zugesagt, da sich einige Mitglieder bereits jetzt dafür ausgesprochen haben.


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    Das Skelett und der große Elefant sind von mir, der kleine und das Nashorn von Harald, die Schnecke von Waltraut, glaube ich.

    Die Brieffaltung teilt sich auf in die Umschlagfaltung und die eigentliche Brieffaltung. Die Umschlagfaltung definierte sich dadurch, dass sie tatsächlich eine Art Umschlag hervorbringt, den die Post befördert. Heute geht das leider nicht mehr, da die Sortiermaschinen durch die Umschlagfaltungen gestört werden. Die Brieffaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Textbereich möglichst nicht gefaltet wird, das Objekt aber geschlossen ist. Es ist leicht auffaltbar und kann nach dem Lesen wieder geschlossen werden. Es kann unregelmäßig sein, die Umschlagfaltung ist eher regelmäßig. Ansonsten müsste ich alte Falterhefte durchstöbern, um zu sehen, was da wohl definiert wurde.

    Einige Mitglieder des Berliner Stammtisches bereiten eine Ausstellungsdeko vor, und zwar bei einem Goldschmied am, Achtung!, Kurfürstendamm. Ich habe nebst einigen weiß-schwarzen Tieren schon mein Saurierskelett von Joshino Issei hingeschleppt, der Bursche ist immerhin 70 cm lang. Am 23.11. ist die Eröffnung. Es gibt Häppchen und Wein, aber das gehört gar nicht hierhin…

    Das war das Wochenende der MEX 2019, der Manga & Entertainment Exposition. Natürlich muss heutzutage alles in Englisch sein. Es ist jedenfalls die Nachfolgeveranstaltung der MMC und AniMaCo, die sich nun zusammen geschlossen haben und ins Messegelände gewechselt sind. Am Sonnabend haben Harald und ich dort einen Faltworkshop (ja, englisch) gegeben. Bisher hatten wir auch den Sonntag belegt.Ich wollte mir das erst einmal anschauen, die neue Location (!), ob es z.B. nicht zu laut werden würde, da es dort keine Extraräume gibt. Das war dann tatsächlich so, vier Gruppen durch Pappwände getrennt erzeugten eine Lärmglocke. Da dringt meine arme Stimme nicht durch, und die Einführung musste Harald machen, der Träger des Schwarzen Gürtels im Judo ist. Da wird, glaube ich, auch (ein bisschen?) gebrüllt. Ich zeigte die Glücksschildkröte und den Kranich sowie die Schnecke von Robert Lang, er einen Kahn und den Rest habe ich nicht gesehen, da wir in der zweiten Stunde ein getrenntes Programm nach Wunsch des Publikums machten. Schon war die Zeit um. Wie üblich war der Kurs voll belegt mit 21 Frauen und einigen Männern.
    Hmm,wie lange mache ich das eigentlich schon? Ein Blick in den Kalender zeigt, dass der erste Termin 2006 war. Anfänglich nur alle zwei Jahre für die AniMaCo, dann kam die MMC dazu, das macht 11 Einsätze. Ich spiele mit dem Gedanken aufzuhören, immerhin bin ich in einem Alter, "wo das Leben erst anfängt". Aber wer weiß…

    Uff, die Veranstaltung vom Sonnabend hat geschlaucht. Vier Stunden haben wir gefaltet bei großer Hitze, entsprechend durchgeschwitzt waren wir. Nächstes Mal sollte man Pausen einlegen. Ich habe acht verschiedene Figuren gezeigt, keine Ahnung, was die anderen gemacht haben. Der Veranstalter und das Publikum waren zufrieden.

    Nach einer kleinen Durststrecke gibt es nun doch wieder ein neues Ereignis zu melden, nämlich unseren Auftritt beim JPZ Berlin, dem Deutsch-Japanischen Zentrum. Es veranstaltet jedes Jahr einen Tag der offenen Tür und hatte immer Origami dabei. Die bisherige Aktive, die nicht im Verein war, hat vorletztes Jahr aufgehört, und die Besucher löcherten den Veranstalter nach einem Papierfalttermin. Das Zentrum kontaktierte mich und ein Übereinkommen war schnell gemacht. Da der Tag jährlich ist, werden wir wohl bis auf Weiteres daran Teil nehmen. Für Berliner Leser: es ist am 15.6., 14:15. Da viele Leute kommen werden, wird das sicherlich in Arbeit ausarten.

    Die „Abschlaffung“ ist auch in Berlin zu sehen. Zum Weihnachtsfalten kommen immer weniger, beim ersten Mal vor vielen, vielen Jahren waren wir fast 40 Leute, nun nicht mal die Hälfte. Ein neuer zentraler Ort in Mitte half nicht viel. :?:

    Dieses Wochenende, vom 26.10. bis 28.10.18, fand wieder die AniMaCo in Berlin statt, die Anime- und Mangaconvention. Seit dem 2.11.2006 nehme ich mit einem Origamiworkshop an der Con teil. Am 21.10.2011 kam die MMC, die Mega Mangaconvention dazu. Beide wechselten sich ab, muss man ab jetzt sagen, denn im nächsten Jahr kommt die Vereinigung und der Umzug ins Messegelände. Konnten bisher nur 1000 Leute am Tag im Fontanehaus im Märkischen Viertel mitmachen, dürften es in Zukunft ein Mehrfaches sein, zwei Hallen werden genutzt.
    Das war also mein elftes Mal! An zwei Tagen falteten wir die Glücksschildkröte, die Visitenkarte (Drehfaltung), den pickenden Specht, den Patenbrief, eine Fledermaus (Talo), einen Frisbee, einen Drachen und ein Eichhörnchen, zuerst frontal, dann in Gruppen.
    Im nächsten Jahr wird wohl alles anders, wenn ich weiter dabei bin.

    Tja, erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Gestern, am 5.8., ging die Ausstellung zu Ende, und ich habe doch einen Origamiworkshop geben können! Und das im größten Trubel, denn komischerweise warten viele Museumsbesucher auf den letzten Tag einer Ausstellung, um dort hinzugehen. In den letzten Tagen stieg die Besucherzahl von 500 über 700 und 1000 auf 1600 Leute, wo sonst etwa 300 Interessenten gekommen waren.
    Kurse, Workshops sind dann erfolgreich, wenn am Ende jede der Teilnehmerinnen (waren wie üblich in der Mehrzahl) und jeder Teilnehmer die Figur (siehe oben, die Drehfaltung am Schluss ist für Anfänger keineswegs trivial) in den Händen hält. Das habe ich, in aller Bescheidenheit gesagt, geschafft.
    Die Vorbereitung darauf war überhaupt nicht ideal, denn ich besuchte am Tag zuvor mit einer Kollegin die Berliner Biermeile…