Beiträge von ercebe

    Nee, ist es leider nicht. Der Text zum Gedenken an JC Correia wurde nur zu einem Drittel abgedruckt. Satz und Korrekturlesung haben es nicht bemerkt. Das macht kein Spaß.
    grrrcb

    Vielleicht wird das auch ein öffentlicher Auftritt. Zu unserem Berliner Stammtisch hat sich ein Journalist angesagt, der für das ZDF Beiträge verfasst. Nach Rücksprache mit einigen Mitgliedern habe ich ihn zu unserem Weihnachtstreffen eingeladen. Er will sich das einmal ansehen, denn er bereitet für "die drehscheibe" eine Serie vor, die sich mit Stammtischen beschäftigt. Drehen könnte er dann erst Ende Januar, wenn das nächste Treffen stattfindet. Zudem möchte er einen Falter besonders vorstellen, mal sehen, wer sich da anbietet. Das Thema muss wohl jetzt aktuell sein, denn vor zwei, drei Monaten trat die "Morgenpost" an mich heran, da sie eine Serie usw. usw.
    Stammtischlercb

    Den ursprünglichen Text habe ich zurückgezogen, da er misslungen ist. Spontan geschrieben, flossen Enttäuschung und Ärger zu sehr in die Tasten, so erzeugt er auch nur Enttäuschung und Ärger.
    Wegen der Kontinuität sei gesagt, dass er die siebenmonatige Wartezeit auf den neuen "Falter" behandelte.
    ercebe

    Traditionen gehen auch mal zu Ende. Nach 12 Jahren "Menzer Bastelstube", okay, ich distanziere mich von dem B-Wort, damit da keine Zweifel aufkommen, aber da wurde eben auch ge-, äh, gebastelt, natürlich nicht von mir, klaro, hm, was wollte ich sagen? Elfmal haben E. und ich bzw. nur ich daran teilgenommen, sind 83 km aus Berlin heraus gefahren. Es gab immer ein Thema, Kugeln, Karten, Kerzenständer, W-Baum, Nikolaus usw., nach dem gefaltet und ihr wisst schon was gemacht wurde, nicht immer haben wir uns daran gehalten. Wir hatten immer Ausstellungsstücke dabei, die dann gefaltet werden sollten. Besonders der Weihnachtsmann aus der Fischform gefiel immer wieder. Tja, und nun, Schluss, aus, passé. ;(

    Nach dem Fest ist man schlauer. Der Andrang am Sonnabend war groß, das stimmt, aber nicht bei uns. Nur 10 Faltfreudige verirrten sich zu uns, sonst waren es immer um die 20. Am Sonntag bot sich ein anderes Bild. Das Gedränge war nicht halb so groß, dafür hatten wir 19 Workshopteilnehmerinnen, darunter einige männliche. Unser Programm war gleich an beiden Tagen. Ich fing mit dem Kranich an nebst einigen allgemeinen Erläuterungen, dann faltete mein Kompagnon die Schachtel von HW Guth. Danach machten wir ein Päuschen, und die Leute konnten die ausgestellten Figuren betrachten und sich für den zweiten Teil etwas zum Falten aussuchen, d. h. wir teilten die Gruppe. So kamen Talos Fledermaus, Fuses Raupe, der pickende Specht oder ein Schmetterling von LaFosse zum Einsatz. Das ganze war eine runde Sache. Man unterschätze aber die Anstrengung nicht.

    Seit einiger Zeit geistert der Begriff "Origami" auch in der Technik herum. Dies geschieht nicht immer zurecht, ein negatives Beispiel ist der "Origamirechner", den Microsoft seinerzeit vorgestellt hatte. Ein Handcomputer, dessen Hauptplatine buchgefaltet war, toll. Er ist längst in der Versenkung verschwunden. Aber darum geht es hier gar nicht. In der Architektur, speziell im Holzbau, kommen Muster vor, die wir sehr wohl kennen. Wenn die Einbettung des Links klappt, könnt ihr hier ein Beispiel sehen:



    http://localarchitecture.ch/projects/chapelle-de-st-loup/



    Keine Angst, die Seite ist auf Deutsch.
    Die architekturale Lösung überzeugt deshalb, weil die Talfalten, von außen gesehen, als Säulen im Innenraum erscheinen.


    Kennt ihr weitere Beispiele?

    Am nächsten Wochenende, 29./30.11.2016, wird der vorletzte Falteinsatz für dieses Jahr sein. Die AniMaCo, Anime- und Mangaconvention, ruft ihre Adeptinnen und Adepten zum zweijährlichen Treffen zusammen. Sie wechselt sich mit der MMC, der Mega Manga Convention, ab. Seit 2006 ist das mein sechster Einsatz dort. Ich habe extra Urlaub genommen. Wir, ich bin nicht allein, werden zwei Workshops zu zwei Stunden bestreiten, Sonnabendnachmittag und Sonntagvormittag. Da am Sonnabend 1000 Leute kommen werden, der Tag ist ausverkauft, wird es reichlich Zuspruch geben. Anime, Cosplay, Manga, ein bunter Haufen wird Markt und Veranstaltungen bevölkern. Es wird eng werden in Berlins Norden. Am Sonntag gibt es dann auch noch unseren Stammtisch.
    rcb

    Ich fürchte, da liegt ein Missverständnis vor. w und x werden irgendwie gewählt, z. B. w=x=1/8, wie es einmal Kasahara gemacht hat. Er las dann rechts 3/7 ab, natürlich ohne Beweis. Die Fallunterscheidung ergibt sich aus der algebraischen Rechnung. Die entsprechende Gleichung lösen eben w=x und(!) w=0, x=1!

    Dieses Faltobjekt ist kein Witz. In Erkner 2016 habe ich über die Verallgemeinerung des Satzes von Haga doziert. Ich gab für unterschiedliche Wahlen von w und x Ergebnisse an. Neulich schaute ich mir meinen Beweis über das Schneiden eines Sechsecks an und fand ihn zum wiederholten Male als zu lang und mit zu vielen Hilfslinien versehen. Ich klappte das Papier auf und erhielt das gezeigte Bild. Es schien, dass w=x war. Außerdem ging die Falte durch den Mittelpunkt des Blattes. Plötzlich fragte ich mich, ob das immer so ist, d.h. wenn w=x ist, muss die Falte durch den Mittelpunkt gehen? Und gilt das auch anders herum? Wenn man die rechte Ecke so über die Oberkante faltet, dass der Mittelpunkt getroffen wird, muss dann immer w=x sein?


    Ich fand den folgenden Satz:


    Gegeben sei ein Quadrat der Seitenlänge 1 und eine Faltung der rechten unteren Ecke wie im Bild mit 0≦w,x≦1. Dann gelten:


    a) Ist w=x, so geht die Falte durch den Mittelpunkt des Blattes;


    b) Geht die Falte durch den Mittelpunkt, besteht folgende Alternative:


    entweder ist w=x oder w=0 und x=1.



    Letzteres ist die Hauptdiagonale. Der Fall w=x=0 ist die einfache Halbierung des Blattes. Setzt man 0≦x<1 voraus, schreibt sich der Satz einfacher:


    Gegeben sei ein Quadrat der Seitenlänge 1 und eine Faltung der rechten unteren Ecke wie im Bild. Dann gilt:


    Genau dann ist w=x, wenn die Falte durch den Mittelpunkt des Blattes geht.



    Schön, aber mit dem Sechseck hat sich nichts ergeben, das dazugehörige x ist nicht rational, so dass sich keine Verkürzung des Beweises ergibt.
    Rechnercb

    Naja, Zeit is so 'ne Sache, Kreativität brauchte ich bei der DJG-Veranstaltung gar nicht. Ich faltete ein paar mal den Kranich und den Schwan von Sakoda. Meine Mitstreiterin musste die Erfahrung machen, dass es doch besser ist, sich seine Modelle vorher nochmal anzuschauen, denn sie kam völlig durcheinander („Es ist schon lange her, dass ich diese Schachtel gemacht habe!“). Ich hatte noch einige Schachteln aus dem neuen Tagungsband vorbereitet, kam aber nicht dazu. Nun gut, so steht mein Programm für den nächsten Auftritt fest.
    Sommerlichercbe

    Nun geht das Faltjahr seinen Gang. Am 2. Juli beim Sommerfest der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, im August wieder das Maulbeerfest in Zernikow und im Oktober die AniMaCo, die Anime- und Mangaconvention.
    faltendercb

    Die Fujimotoapproximation habe ich ausführlich untersucht, mehr als Folgen, Reihen und Konvergenz braucht man nicht. Eigentlich braucht man nur die Konvergenz der geometrischen Reihe, zur Fehlerabschätzung ein Minimum an Abschätztechnik. Ach ja, rekursive Definition von Folgen kommt auch vor.

    Das neue Faltjahr hat nun begonnen mit der ersten Veranstaltung, dem Wohltätigkeitsbasar der Johanniter. Eine dreiköpfige Delegation bot österliche Faltmotive an, die Resonanz war diesjahr schwach. So trödelte ich durch den Markt und kaufte zwei CDs und ein Buch von Tucholsky („Briefe an eine Katholiken“, 1970 erschienen). Beim Hineinschauen bemerkte ich eine Widmung, ein Autogramm. Das stammt von Mary Tucholsky. Das Buch scheint ein Sonderdruck zum 80. Geburtstag von Tucholsky zu sein („Den Freunden des Rowohlt Verlages zugeeignet“). Das falsche Datum (8.1.1970) hat sie in 9.1. korrigiert.


    Ein Nachklappern aus dem letzten Jahr wäre noch zu vermelden. Im Pli 138 ist ein Artikel von mir abgedruckt. Er stand zuerst im Schrumpffalter 58. Er untersucht die Frage, ob in einem Gedicht des chinesischen Dichters Du Fu aus dem Jahr 760 eine Papierfaltung vorkommt. Leider erschien das französische Heft mit halbjähriger Verspätung.


    Tja, Extension du domaine de la lutte. RCBERLIN