Robert J. Lang - Origami Design Secrets (Second Edition '12)

  • von Volker » 22.04.2013, 15:39





    W U R Z E L N, R O O T S, Q U E L L E N, B A S I K S, K L A S S I K E R


    Autor: Robert J. Lang, geb. 1961 US-Amerikaner
    Titel: Origami Design Secrets, Zweite Auflage 2012
    Sprache: Englisch
    Format: 21,5 x 28 cm
    760 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen und Diagramme
    26
    Schritt-fuer-Schritt-Anleitungen fuer Langs Modelle, darunter der
    tanzende Kranich (neu!), Der Organist (neu!), sowie seine beruehmte
    Kuckucksuhr und der Elch-Bulle.
    12 neue Modelle, meist Kaefer, aber
    auch ein Scorpion, als Crease Pattern mit einer grundsaetzlichen
    Erlaeuterung zum Falten von Crease Pattern.

    Das Buch, die
    erste Auflage erschien 2003, ist ein Wunderwerk, Langs opus magnum. Wenn
    auf irgendein Buch zutrifft, dass man es haben MUSS, dann auf dieses,
    sofern man etwas von dem, was dem Falten als geistiges Fundament
    zugrunde liegt, verstehen moechte.
    Wegen der mit Schaerfe hier im
    Forum gefuehrten Urhebverrechtsdebatte traue ich mich nicht (mehr), hier
    auch nur eine einzige Seite wiederzugeben, ich habe schon Manschetten,
    im Folgenden die Kapitelinhalte in meiner eigenen, duerftigen,
    Uebersetzung wiederzugeben, hoffe aber, dass mir das, da ich ja mit
    Ueberzöeugung fuer dieses herrliche Buch werbe, nachgesehen wird:
    Kapitel 1. Introduction (Einleitung):
    In
    jedem Kapitel fuehre ich in einige Prinzipien und die damit verbundenen
    Bedingungen ein. Die Kapitel bauen aufeinander auf. Auf dem Weg durch
    das Buch zeige ich einige eigene Modelle (mit
    Schritt-fuer–Schritt-Anleitungen), um die Prinzipien des betreffenden
    Kapitels zu veranschaulichen.
    Kapitel 2. Building Blocks (Bausteine):
    Kapitel
    2……erlaeutert ein Schluessel-Konzept, naemlich die Beziehung zwischen
    Faltmuster (crease pattern) und gefalteter Form, eine Beziehung, die uns
    durch das gesamte Buch begleiten wird.
    Kapitel 3. Elefanten-Design:
    Kapitel
    3 ist ein Vorgriff auf das Entwerfen/Erfinden von Modellen indem einige
    wenige bekannte Modelle untersucht werden. Die erste Stufe im
    Entwerfen/Erfinden von Modellen ist die Veraenderung vorhandener
    Modelle. In diesem Kapitel hat man auch die Gelegenheit, diesen Weg
    auszuprobieren durch einfache Veraenderungen einiger Modelle.
    Kapitel 4. traditionelle Grundformen:
    Kapitel
    4 erlaeutert das Konzept der Grundform (base). Ausgehend von diesen
    Grundformen koennen viele verschiedene Modelle gefaltet werden. Man
    lernt in diesem Kapitel die traditionellen Grundformen kennen, eine
    Anzahl von Variationen dieser Grundformen und einige Methoden, wie man
    die Proportionen dieser traditionellen Grundformen veraendern kann.
    Kapitel 5. Splitting Points („Spitzen-Spaltung“):
    In
    diesem Kapitel geht es darum, wie man allein durch Falten aus einer
    Spitze (point) zwei oder mehrere machen kann (point-splitting)….
    Kapitel6.Grafting („Transplantationen“):
    Kapitel
    6 fuehrt in das Gebiet der Transplantation (grafting) ein. Es geht
    dabei darum, ein Faltmuster (crease pattern) so zu veraendern, als
    haette man zusaetzliches Papier eingefuegt, mit dem Ziel, der
    vorhandenen Form zusaetzliche strukturelle Elemente einzufuegen.
    Grafting ist die sinnfaelligste Veranschaulichung der Tatsache, dass
    crease pattern fuer Origami-Grundformen aus mehreren
    trennbarenTeilen(sparable parts) komponiert sind.
    Kapitel 7. Pattern Grafting („Oberflachen-Texturierung“):
    Kapitel
    7 fuehrt die Idee des Grafting weiter aus und zeigt, wie mehrere sich
    ueberschneidende Grafts dazu verwendet werden koennen Muster und
    Texturen in ein crease pattern einzufuegen. Jedes Modell kann auf diese
    Weise „texturiert“ werden (z.B. mit Fischschuppen, d. Uebersetzer).
    Kapitel 8. Tiling („Kachel-, Fliesenbildung“):
    Kapitel
    8 verallgemeinert das Konzept des Grafting zu einem Satz (set) von
    Techniken, die tiling (Kacheln, Fliesen machen) genannt werden, also das
    Auseinanderschneiden und wieder Zusammenfuegen verschiedener Teile von
    crease pattern (Faltmustern), um neue Grundformen (base) zu gewinnen.
    Das Kapitel definiert beides, die „Fliesen“ (tiles) und die Regeln des
    Zusammensetzens (matching rules), die gewaehrleisten, dass sich die
    Fliesen flach, das heisst eben, zusammenfuegen lassen. Das Kapitel
    fuehrt auch in das wichtige Konzept der einaxialen Grundformen ein, eine
    Familie von Strukturen, die sowohl die traditionellen, als auch viele
    der sehr komplexen Grundformen umfasst
    Kapitel 9. Circle Packing („Einpassen von Kreisen in Quadrate“):
    Kapitel
    9 zeigt, wie die „Fliesen-Dekoration“ (tile decorations) die das
    Zusammenfuegen zum Gegenstand hat, auch eine Design-Technik eigenen
    Rechts ist: die Kreis-Band(circle-river) Methode, mit der eine
    Origamigrundform hergeleitet werden kann vom Einpassen(packing) von
    Kreisen in Quadrate. Circle-river packing ist eine der erfolgreichsten
    Erfindungstechniken im Origami ueberhaupt, sie erlaubt beliebige
    Anordnungen von Klappen (flaps) und dazu braucht man nur Bleistift und
    Papier.
    Kapitel 10. „Molekuele“:
    Kapitel
    10 erlaeutert noch eingehender die Faltmuster (crease patterns) in
    „Fliesen“ (tiles); solche, die in circle-rivr designs eingefuegt sind
    und die Robert Lang Molekuele (molecules) nennt. Das Kapitel zeigt die
    gebaeuchlichsten Molekuele, die ausreichen, um alle crease pattern fuer
    alle einaxialen Grundformen zu konstruieren.
    Kapitel 11. „Baum-Theorie“:
    Kapitel
    11 zeigt eine andere Interpretation (formulation) der circle/river
    Loesung fuer das Origami-Design, Baum-Theorie (tree-theorie) genannt.
    Darin ist das Design der Grundform (base) in Beziehung gesetzt zu einer
    zugrunde liegenden verzweigten linearen Struktur (stick).Obwohl
    gleichwertig mit dem circle/river packing ist der Weg, der hier
    aufgezeigt wird, direkt zugaenglich fuer eine Bearbeitung mit dem
    Computer.
    Kapitel 12. Box Pleating:
    Kapitel
    12 fuehrt in einen besonderen Stil des Origami ein, der box pleating
    ((Kasten-(Plissee)-Faltung?)) genannt wird. Die Methode wurde bei
    einigen der komplexesten Modelle, die je erfunden wurden, angewendet.
    Box pleating geht in mancher Beziehung ueber einaxiale Grundformen
    hinaus; es kann insbesondere dazu verwendet werden, voll
    dreidimensionale Figuren zu konstruieren durch verschiedene
    kistenfoermige Formen, (Plissee-) Falten, Klappen (flaps) und anderes.
    Kapitel 13. N E U. Ein-Axiales Box Pleating:
    Kapitel
    13 weitet das Klappen-Konzept (flap concept) des box pleating weiter
    aus, um ein Entwurfskonzept zu zeigen, das polygon
    packing(Vieleck-Packung) genannt wird und ein besonderer Typ des polygon
    packing ist, der die Konzepte des box pleating und der Baum-Theorie
    zusammenfasst.
    Kapitel 14. N E U. „Vieleck Packung“:
    Untertitel: CREASE PATTERNS. N E U
    Kapitel
    14 faehrt fort, mit der Entwicklung des polygon packing und des
    einaxialen box pleating und fuehrt ein in die neue Technik des hex
    pleating (Sechseck-Faltung) und Methoden zur Verallgemeinerung des
    polygon packing zu weiteren beliebigen Winkeln/Scharnieren (angles).
    Kapitel 15. „Hybride Grundformen“:
    Kapitel
    15 faehrt fort, sich ueber die einaxialen Grundformen hinaus zu bewegen
    und die Idee der hybriden Grundformen einzufuehren, die Elemente
    einaxialer Grundformen mit nicht-einaxialen Strukturen kombiniert. Die
    Origami-Welt ist sehr viel weiter als die einaxialen Grundformen, die
    den Schwerpunkt dieses Buches bilden, aber dieses Kapitel zeigt,
    einaxiale Grundformen koennen kombiniert werden mit anderen Strukturen,
    erweitert und ausgedehnt werden um eine immer groessere Mannigfaltigkeit
    der Origamimodelle zu erhalten.
    Auch die uebrigen Texte, wie Acknowledgements, References, Glossary und Index sind sehr lesenswert.

  • Hallo Philipp, dazu kann ich Dich nur beglueckwuenschen. Hab grad mal die Rubrik Buecher ueberflogen. Ich bin ja regelrecht entsetzt, dass die so wenig genutzt wird. Robert Lang immerhin mit 19 Zugriffen an der Spitze, aber nur eine Antwort, die von Dir. Danke. Andere z.T. nur ein Zugriff. Nicht zu glauben.
    Hab mir damals mit der Uebersetzung einen abgebrochen, zumal ich die Techniken fast alle nicht nutze, aber doch verstehen wollte. Habs hauptsaechlich fuer mich uebersetzt und dachte, die Arbeit sollte besser genutzt werden. Wenns wenigstens fuer dein Weihnachtsgeschenk taugt, ist das ja schon ein Trost.

  • Keine Sorge Volker, gelesen werden die Beiträge von sehr viele mehr Leuten als Du vielleicht glaubst. Das Forum ist ja gerade erst umgezogen und die Besucherzahlen spiegeln sicher nur wieder wie viele Leute sich das Thema seit dem Umzug angesehen haben. Das Buch hab ich, genauso wie die erste Ausgabe. Für jemanden der lernen möchte seine eigenen Modelle zu entwerfen sicher das Standard-Werk überhaupt, Robert Lang hat sich hier selbst übertroffen. Die zweite Ausgabe ist sogar noch besser als die erste.

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