Origami in Zeiten des Mundschutzes

  • Sicherlich geht es anderen Gruppen wie der Berliner Gruppe: Man darf sich treffen, aber nur unter dem berühmten Hygienekonzept. Bei uns bedeutet das, dass nur noch 7 Leute in unseren Raum dürfen, und das gelüftet werden muss, und dass man nur alleine aufs Klo, aber lassen wir das. Normalerweise waren wir über 10 Falterinnen, Männer zählen nicht so sehr. Es würde mich interessieren, wie andere Gruppen mit dem Thema umgehen, hier wird jetzt kräftig diskutiert (Nee, mit Mundschutz kann ich mir das nicht vorstellen, wer desinfiziert am Ende den Raum, überhaupt so wenig Leute, wie macht man das, umschichtig?…).

  • Ich falte regelmäßig in Bremen mit und leite zusammen mit Marit die Hamburger Gruppe.


    Bremen:

    Bereits im Juni war es wieder möglich gewesen mit bis zu 20 Personen aus mehr als 2 Haushalten zu falten. Mundschutz ja, Lüften ja. Allerdings war es nicht möglich den gewohnten Raum (in einem Krankenhaus) zu nutzen. Wir hatten aber eine schöne Alternative, mit Stühlen und großem Abstand, aber ohne Tische außer 2 Stehtischen. Möglicherweise gibt es in einem der nächsten Falter ein Bild hiervon.


    Hamburg:

    Diesen Monat dürfte es wieder stattfinden dürfen (bis zu 10 Personen aus mehr als 2 Haushalten sind wieder erlaubt).


    Martin

  • Gestern war nun unser Berliner Treffen quasi neu eröffnet, nach 4 Monaten des Ausfalls. Von den möglichen 7 Personen meldeten sich nur 5 an. Ja, man muss sich anmelden, um einen Platz zu bekommen. Wir haben noch keine Ahnung, was passiert, wenn sich 8 oder mehr Leute anmelden wollen, einen zweiten Raum bekommen wir jedenfalls nicht. Wir haben etwas Technik aufgeboten, einen Beamer kann man vom Nachbarschaftsheim ausleihen. Per Zoom oder einen anderen Anbieter könnte man ins Digitale gehen, WLAN gibt es auch im Haus.

    Der Ablauf war nicht wie sonst, wir machten praktisch Workshop wie bei den Jahrestreffen. Dabei gibt es einiges zu beachten, mich persönlich hat das Starren auf den Vortragenden und auf den Bildschirm zu sehr angestrengt. Die Position der Kamera muss gut ausgewählt werden, weil sonst die Präsentation der Faltarbeit auf dem Bildschirm zu sehr im Schatten ist, also zu dunkel ist, man sieht nichts. Wegen des Abstandsgebots konnte die Aufstellung der Stühle nicht verändert werden. Wer zu schräg sitzt, hat Probleme. Als Vortragender muss müsste man das Auditorium und den Bildschirm immer im Auge haben, das erfordert Erfahrung.

    Und es muss ein Programm geben, zumindest müssen mehrere Leute etwas vorbereiten. Das hat diesmal geklappt, wir haben uns lange mit Yamaguchis Hirschkäfer beschäftigt und mit Mosaiken aus der Alhambra, Stichwort nasridische Knochen.

    Dass es auch noch Platzregen gab, sowohl beim Hingehen als auch beim Nachhausegehen, und ich keinen Schirm dabei hatte, sei nur am Rande erwähnt.

    Selbst den vorsichtigen Prognosen nach wird das alles noch ein Jahr andauern, bis zum Impfstoff, bis alle den Pieks bekommen haben.

    So sieht es aus und nicht anders.

  • In Hamburg waren es sowohl im Juli wie auch im August 8 Personen, also eine normale Anzahl von Teilnehmern.

    Im August war ich nicht in Bremen. Übermorgen werde ich aber hinfahren.


    Letztes Wochenende war der Origami Marathon (48 Zoom-Workshops in 48 Stunden). Ich habe gehört, daß es über 800 Anmeldungen gab. Ich selber bin mit dem Zug nach Freiburg gefahren, um da mit 2 anderen Falterinnen gemeinsam daran teilzunehmen.


    Der Start der Origami Olympiade hat sich nochmal verzögert. Anmeldung ist noch möglich bis Mitte November.

  • Wie schade, dass sich der Beginn der Olympiade nochmal verzögert hat. Dadurch kann ich wahrscheinlich nicht mehr daran teilnehmen :-(


    Der Origami-Marathon war eine tolle Erfahrung. Auch wenn das Aufstehen mitten in der Nacht teilweise nicht ganz einfach war ;-)
    Für mich war es das erste Online-Meeting.

  • Es gibt ein weiteres Online-Workshop-Event:

    World Origami Days


    Das sind 21 Workshops an 19 Tagen (24. Oktober - 11. November, also alles noch vor der Olympiade).

    Das wird organisiert von OrigamiUSA und kostet 35 USD. Anmeldung ist ab dem 01. Oktober möglich.

    Einziger Wermutstropfen ist, daß alle Workshops zu normalen Zeiten für die USA stattfinden. D.h. hier ist das mitten in der Nacht - wer keine Nachteule ist, kann aber später auf alle Aufzeichnungen zugreifen. Carmen Sprung wird einen der Workshop geben - keine Ahnung, ob sie mitten in der Nacht aufsteht oder ob das vorab aufgezeichnet wird.

  • Das Septembertreffen war voll besetzt mit 7 Faltwütigen. Normal ist das nicht, wir haben sonst bis zum Doppelten an Teilnehmerinnen, die Männer sind stark unterrepräsentiert. Zum Glück musste noch keine Auswahl getroffen werden, nämlich dann, wenn sich mehr als 7 Leute melden.

    Am dritten Advent haben wir immer unser Weihnachtstreffen (oh ja, Weihnachten, ich habe bereits eine Tüte Lebkuchenherzen verspeist) an einem anderen Ort gehabt, wie das diesmal wird, ist noch völlig schleierhaft. Die Berliner Zahlen sind leider nicht vertrauenserweckend. Einen fremden Raum mit Küche zu bekommen, mit eigenem Hygienekonzept, oh je…

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