Beiträge von origami_8

    Libelle aus einem Sechseck. Das Modell ist beim herumspielen mit einem Sechseck für die diesmonatige Faltchallenge im Englischsprachigen Forum entstanden. Wenn man genau hinsieht, sieht man die vielen Faltlinien, die beim oftmaligen Falten und entfalten entstanden sind. Das Thema wäre eigentlich Drache aus einem nicht Quadrat, aber ich finde meine Drachenfliege (Libelle auf Englisch = Dragonfly) auch ganz nett.


    Ich find den Wizard jetzt nicht so arg kompliziert, man braucht ihn ja nicht komplett ausformen. Es geht nur darum die Basis zu falten und in einen Schäfer umzuformen. Und die Basis ist in meinen Augen perfekt, mit Hut und Stange, quasi alles was man für einen Schäfer braucht.

    Das das andere Modell mehr Punkte bekommt liegt aber glaube ich eher daran, dass es das Thema (Geometrie) besser trifft und weniger daran, dass Dein Modell nicht gut genug wäre. Außerdem ist es ein absolutes Kopf an Kopf Rennen.
    Wie ich Dir schon im anderen Forum gesagt habe, finde ich den kleinen Kerl super süß.

    Der Pfeil bleibt der Gleiche, er schaut dann halt von oben nach unten oder von unten nach oben.
    Wenn es mit einer Perspektive nicht klar ist kannst Du noch eine zweite Perspektive zusätzlich zeichnen. Mir ist schon klar, dass das zusätzlichen Aufwand bedeutet und nicht ganz einfach ist. Auf solche Probleme stößt man beim Diagramme zeichnen nur allzu oft.

    Die billige Alternative ist es Süßigkeiten in Sprühflaschen zu kaufen. Die meisten Supermärkte haben diese Sprüh-Süßigkeiten. Wenn Du die knallbunt gefärbte Flüssigkeit nicht auf Deine Zunge sprühen willst kannst Du sie ja weg leeren (schmeckt aber angenehm sauer).

    Die Angabe Gramm pro Quadratmeter gibt an wie schwer das Papier ist und nicht wie dick. Es gibt Papiere die sehr dick sind und trotzdem recht leicht wie zum Beispiel Lokta oder eben Strohseide und dann gibt es Papiere die sehr dünn sind aber viel wiegen, wie zum Beispiel Transparentpapier. Die Dicke des Papiers wird üblicherweise nicht angegeben und ist meist nur durch eigene Messung in Erfahrung zu bringen. Ilan Garibi und Gadi Vishne haben einige Papierbewertungen geschrieben, bei denen sie verschiedene Parameter wie Dicke, Gewicht und Bruchfestigkeit gemessen haben.
    Das Problem mit Strohseide für komplexe Modelle ist in meinen Augen, dass die Fasern ungleich verteilt sind wodurch es Bereiche gibt wo so viele Fasern aufeinander liegen, dass das Papier fast nicht mehr faltbar ist, andere Bereiche sind dafür so dünn, das bei foliertem Papier die Folie recht stark durchscheint.


    Wenn Alufolie im Spiel ist verwende ich Metylan Ovalit T 1+1 mit Wasser verdünnt. Das ist ein weißer PVA Kleber, der auf Alufolie haftet.


    Wenn keine Alufolie dabei ist, verwende ich Metylan Normal. Das ist Methylcellulose Pulver zum Anrühren mit Wasser, also Tapetenkleister. Methylcellulose haftet nicht auf Alufolie.

    Kommt auf das Modell an. Es gibt Modelle für die ich lieber Double Tissue verwende und andere für die ich lieber Tissue Foil verwende und dann gibt es noch Modelle für die ich ganz anderes Papier bevorzuge. Die Beiden Papierarten gehören aber definitiv zu meinen Favoriten. Ein anderes Papier dessen Vorzüge ich immer mehr zu schätzen lerne ist Elefantenhaut, wenn Du aber was ganz Dünnes haben willst ist das definitiv nichts für Dich. Ein sehr dünnes tolles Papier ist noch das irisierende das es bei origami-shop.com gibt.
    Mit Föhn würde ich mein Papier nur dann trocknen wenn ich etwas nass gefaltet habe, aber nicht bei der Papier Vorbereitung. Ich habe auch schon Leute gesehen die ihr Papier bügeln, würde ich auch nicht machen. Einfach trocknen lassen funktioniert am Besten.

    Die Papierlagen nehmen zur Mitte hin nicht zu. Trotzdem war der oberste Stern der schwierigste. Bei den kleinen Squash Folds wollte das Papier einfach nicht mehr mitmachen. Ansonsten war das Papier aber super geeignet. Elefantenhaut hat ja ein recht gutes Gedächtnis und fällt daher sehr leicht zurück in Form wenn Du an einer Stelle mal eine Falte gemacht hast.

    Das Diagramm ist im aktuellen Tagungsband (2014) von Origami Deutschland. Ich hab mein Exemplar heute bekommen und gleich mal den Stern gefaltet :-)


    Wenn man Purist ist wie ich, kann man Schritt 3 durch Talfalten substituieren. Funktioniert genauso und sieht am Ende genau gleich aus wie das Original.

    Mir gefällt es so wie es ist, bunt und in einer kunstvollen Anordnung, nicht starr und stur nebeneinander. Was man nun als Kunst definiert muss ohnedies jeder für sich selbst wissen. Üblicherweise hat es aber damit zu tun wie viel Leute bereit sind dafür zu zahlen.
    Ich kann das tollste Bild aller Zeiten malen, wenn keiner bereit ist dafür was zu zahlen wird es wohl kaum als Kunst anerkannt werden. Andere machen einen Farbkleks auf ein Blatt Papier und verkaufen das für ein paar tausend Euro. Wie sie das machen ist mir ein Rätsel, aber ich kann sowas nicht als Kunst anerkennen.

    Hallo Dragonessia,


    selbstverständlich darfst Du das Bild hier zeigen. Sei nur bitte so nett und schreibe immer dazu von wem das Modell ist. Sehr interessant ist auch immer aus welchem Papier Du das Modell gefaltet hast und - wie Du bereits erwähnt hast - aus wie vielen Teilen es besteht.


    Das Buch klingt interessant, muss ich mal nachschlagen.


    Ich denke ich spreche für alle hier, wenn ich sage, dass wir uns schon auf Deine Bilder freuen.


    Herzlich willkommen im Forum!


    Anna