Beiträge von origami_8

    Vermutlich meinst Du die Dokumentation "Between the Folds".
    Es ist sein gutes Recht keine technisch perfekten Modelle zu mögen. Trotzdem war seine Reaktion darauf, dass jemand ein von ihm selbst veröffentlichtes Diagramm nachgefaltet und ein Bild des fertigen Modells ordentlich unter Nennung des Autors gezeigt hat in meinen Augen absolut unangebracht.

    Es handelt sich um ein Zitat, welches ich per Kopieren und Einfügen wortwörtlich aus dem Französischen Forum kopiert habe: http://www.pliagedepapier.com/…wtopic.php?p=14830#p14830


    Wie gesagt, das Diagramm hat Joisel selbst online gestellt. Seine Reaktion war in meinen Augen absolut rassistisch und ungerechtfertigt, da der Falter wie gesagt ein erfahrener guter Falter und selbst Autor von Modellen war für die er auch Anleitungen veröffentlicht hat, viele davon gratis im Internet. Die Anklagen waren also neben rassistisch auch noch absolut haltlos und verletzend. Ich habe Joisel einige Zeit später auf einer Convention getroffen und mit ihm darüber gesprochen. Es mag sein, dass er in dem Fall ein wenig überreagiert hat, aber die Aussage war in meinen Augen sehr klar und daran hat auch unser Gespräch nichts geändert.

    "Gebeten" ist süß. Ich zitiere Joisel mal aus dem Französischen Forum, als ein sehr guter amerikanischer Origami Falter, der zu diesem Zeitpunkt bereits selbst etliche Anleitungen zu seinen eigenen Modellen veröffentlicht hatte es gewagt hat Joisel's Katze nach den im Französischen Forum veröffentlichten Diagrammen nachzufalten und ein Bild im Englischsprachigen Forum zu zeigen:


    Zitat von Eric Joisel

    I know you have nothing to see with this fact. I am FURIOUS because :
    I am professional origami artist. I am volonteering on THIS FRENCH FORUM, NOT ON THE BRITISH ONE. When I decide to give something to his members, that's not suppose to be used by the whole planet. I HATE people who only wants to TAKE and give nothing back. I also HATE the fact that the guy wrote "CAT BY ERIC JOISEL" on a picture I consider as a bullshit. For this reason, the next explanation I will put on the web will be in a VERY DISTANT FUTURE...

    Also ganz ehrlich hab ich noch nie davon gehört, dass jemand für einzelne Schritte oder Ausformungsvideos Erlaubnis eingeholt hätte. Wenn man eine Anleitung für das komplette Modell macht ist es höflich anzufragen ob man es machen darf, Copyrighttechnisch aber wie bereits von Volker gesagt, Grauzone. Wobei die Origami-Leute fast alle sehr nett sind und wenn sie ein Video entfernt haben wollen, Dich vermutlich erst mal anschreiben würden bevor sie rechtliche Schritte ergreifen. Also hätte ich gesagt, wenn Du wirklich nur Details wie das Ausformen zeigst, ist es nicht nötig Eric Joisel's Bruder zu kontaktieren, wenn Du das gesamte Modell zeigen möchtest, ist es besser anzufragen. Da Eric Joisel ja nun mal schon Tod ist, ist es ihm selbst finanziell vermutlich nicht mehr so wichtig ob seine Modelle kopiert werden oder nicht, wie sein Bruder darüber denkt weiß ich nicht.

    Bezüglich des Autors des Sterns den ich gefaltet habe ist es so, dass ich einfach so lange gefaltet habe bis ein Stern dabei rausgekommen ist. Es kann gut sein, dass irgendwer anderer den Stern auch schon gefaltet hat, da er ja doch recht einfach ist, aber solange ich nichts anderes weiß, sag ich mal, es ist ein eigenes Design. Achja, falls es nicht offensichtlich sein sollte, er ist aus einem Quadratischen Blatt Papier gefaltet.

    Hallo Volker,


    das mit Joel Cooper's Masken ist wirklich schwer zu erklären und schwer zu durchschauen. Die Masken sind keine flachen Tessellations die in Form gezogen und an der richtigen Stelle fixiert werden, sondern sie entstehen durch ein geschickt geplantes Tessellation-Muster welches am Ende nass gemacht wird um noch glattere Übergänge zu erzielen. Wie genau Joel Cooper diese Wahnsinns Masken hinbekommt ist aber nach wie vor sein Geheimnis. Andrew Hudson hat sich vor einiger Zeit mal daran versucht eine der Masken nachzufalten und hat ein CP seiner Ergebnisse veröffentlicht. Du findest es hier: http://origamiweekly.blogspot.…/mask-by-joel-cooper.html
    Die Maske die er nachzufalten versucht hat ist diese hier: http://www.flickr.com/photos/origamijoel/1449248337/


    Ich denke allerdings, dass Warigami auf etwas anderes hinaus wollte. Wenn Du Dir die Bilder im allerersten Beitrag dieses Themas ansiehst, siehst Du sich wiederholende glatte Flächen (Dreiecke und Sechsecke). Mein Verständnis dessen was er will ist, auf diese Flächen Tessellation-Muster drauf zu machen wie zum Beispiel einen Stern oder sowas auf die Art. Ich denke man kann es sich so ein Bisschen vorstellen, dass diese Flächen ein Blatt Papier darstellen aus dem man gerne etwas falten will, wobei Bedacht werden muss, dass alle Kanten des Modells anschließend wieder an den Außenkanten einer Ebene zu liegen kommen da sie ja in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Blattes sind, welches ein sich wiederholendes Muster trägt. Falls das was ich gerade gesagt habe keinen Sinn ergibt und auch falls es Sinn ergibt, kannst Du Dir dieses Video von Sara Adams ansehen: http://www.happyfolding.com/instructions-garibi-adams-bricks Sie erklärt darin sehr anschaulich das was ich eben zu sagen versucht habe.

    Theoretisch möglich ist es schon Tessellation-Module auf die glatten Flächen von Korrugations aufzufalten. Die Sache ist halt, dass Du die Tessellation zuerst falten musst und dann aus diesem "neuen Blatt" die Corrugation machst. Da Corrugations so schon oft verwirrend sind, könnte das mit den zusätzlichen Faltungen und Papierlagen recht knifflig werden. Du musst Dir halt vorher schon überlegen welchen Papierbedarf Du für Tessellation und Corrugation hast, damit die Tessellation-Muster dann an den richtigen Stellen sind.


    Nicht ganz zum Thema passend aber doch irgendwie verwandt ist das Falten ganzer Landschaften mit Tessellation-Modulen. Schaut Euch mal die Sachen von Andrew Hudson und Natan López zu dem Thema an. Sie haben das Thema Tessellations ein Bisschen weitergesponnen und große Tessellierbare Objekte entworfen, die man selbstverständlich auch mit Corrugations kombinieren könnte um tolle Effekte zu erzielen.

    Corrugations (Deutsch: Welle) sind eine Abart von Tessellations (Deutsch: Mosaik) deren sich wiederholende Struktur nicht wie bei herkömmlichen Tessellations in einer Zweidimensional in einer Ebene liegt, sondern Dreidimensional ist und somit ein wenig an Wellen erinnert - daher der Name. Meist sind Corrugations in einer horizontalen Ebene stark komprimierbar. Anders als bei herkömmlichen Tessellations überlappen die Papierlagen meist nicht, die Strukturen sind vom Aufbau her einfacher (zu falten nicht unbedingt). Ein sehr bekanntes Beispiel für eine Corrugation ist der Magic Ball (vor dem zusammen kleben).

    Hoffentlich kommt bald das Spiel von Philipp. Nachdem er ja schon sieben Minuten nachdem tschobigami das Bild eingestellt hatte, erraten hat was es ist, blieb ja keine Chance für uns anderen. Hab schon ein Foto bereit für die nächste Runde. Jetzt muss ich nur noch schnell genug sein mit Erraten.

    Plexiglas ist vermutlich geeignet. Ich hab nur gehört, dass es relativ leicht zerkratzt. Hatte selbst eine Zeit lang mit dem Gedanken gespielt mir eine Plexiglasplatte zuzulegen hab aber von Freunden davon abgeraten bekommen. Außerdem ist Plexiglas sehr teuer. Bei mir ist es dann schließlich ein Ikea Schreibtisch mit Einscheibensicherheitsglasplatte geworden (Glasholm+Linnmon+2xAlex).


    Als Holz für die Schablonen kann man quasi alles nehmen. Meistens sind diese dünnen Pressholz-Platten die auf einer Seite rau und auf der anderen glatt sind am billigsten. Wichtig ist halt, dass man die Holzschablonen nur zum Anzeichnen verwendet und nicht daran entlang schneidet, da man sonst nach und nach das Holz wegschneiden würde und die Schablonen ungenau werden. Teurer aber ebenfalls möglich ist der Zuschnitt von Plexiglas- oder Metall-Schablonen. Bei Stahl-Schablonen hätte man den Vorteil gleich an der Schablone entlang schneiden zu können. Also wenn ihr jemanden mit Metallwerkstatt kennt der Euch sowas zuschneiden könnte, einfach mal anfragen was sowas kosten könnte.

    Leider nicht wirklich. Ich habe schon gehört man könne auch ein Backblech verwenden, das habe ich aber noch nicht versucht. Ein Spiegel oder das Glas eines Bilderrahmens funktionieren jedenfalls. Ich habe viele Jahre mit einem Rahmenlosen Bilderrahmen gearbeitet, ganz einfach weil es die billigste Glasscheibe war die ich bekommen konnte, bricht halt leider auch leicht. Mittlerweile habe ich einen Schreibtisch mit Einscheibensicherheitsglas, das ist halt jetzt die Luxusausgabe um Origamipapier vorzubereiten.
    Von Holz- und Steinplatten habe ich Berichte gehört, dass sich das Papier nicht mehr ablösen lässt und auch Plastikunterlagen sollen nicht geeignet sein.

    Das ist durchaus möglich. Michael LaFosse und Richard Alexander sind öfters mal auf Conventions (speziell OUSA) anzutreffen und verkaufen dort mitunter auch Papier. Aber vielleicht faltest Du das Modell einfach mal aus selbstgemachtem Double Tissue Papier, also zwei Lagen Seidenpapier mit Methylcellulose zusammengeklebt. Dieses Papier hat ganz ausgezeichnete Falteigenschaften, ist dünn, hält gut in Form und ist vor allem billig. Also wenn Du Dich mal verfaltest ist es nicht ganz so schade darum.

    Keine Sorge Volker, gelesen werden die Beiträge von sehr viele mehr Leuten als Du vielleicht glaubst. Das Forum ist ja gerade erst umgezogen und die Besucherzahlen spiegeln sicher nur wieder wie viele Leute sich das Thema seit dem Umzug angesehen haben. Das Buch hab ich, genauso wie die erste Ausgabe. Für jemanden der lernen möchte seine eigenen Modelle zu entwerfen sicher das Standard-Werk überhaupt, Robert Lang hat sich hier selbst übertroffen. Die zweite Ausgabe ist sogar noch besser als die erste.

    Bingo!


    Du kannst ein Papier erwischen das echt perfekt geeignet ist oder eines das überhaupt nicht geeignet ist. Bei den ganz dünnen Papieren kann man der Stabilität aber unter Umständen mit Methylcellulose ein wenig nachhelfen. Ist zwar mühsam, sollte aber funktionieren.

    Origamido ist nicht eine Art Papier, sondern eine Marke. Die Origamido Papiere die origami-shop anbietet sind eher im sehr dünnen Bereich angesiedelt (teilweise kann man durchsehen). Dadurch das hochwertige Fasern verwendet werden und das Papier handgeschöpft wird ist es sehr reissfest. Die verwendeten Pigmente sind Farbecht und bleichen in der Sonne nicht aus, des weiteren ist das Papier säurefrei und dadurch auch über viele Jahre beständig ohne zu vergilben oder strukturell instabil zu werden. Origamido Papier ist das Papier das Michael LaFosse und Richard Alexander für Ihre Origami-Projekte selbst herstellen. Da sie von jedem Papier immer eine größere Menge machen als sie selbst verwenden, verkaufen sie den Rest. Jedes Papier ist also für ein bestimmtes Projekt hergestellt worden und variiert daher sehr stark was die Eigenschaften betrifft, immerhin benötigt man für einen Elefanten ein anderes Papier als für ein Insekt oder eine Blume.